Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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Herumtummeln mit dem alten Freudenſtörer, der ſich mehr zu ihren Spielen hergibt als daran Theil nimmt! Das gute, verſtändige Geſchöpf ſcheint immer jemand zu ſuchen, wie Dagobert mit Recht ſagt. Auch er betrauert die beiden Engel, deren treuer Hüter er geweſen iſt.

Glauben Sie nicht, daß unſer Glück uns vergeßlich macht. Es vergeht kein Tag, ohne daß theure Namen mit frommer Ehrfurcht von uns ausgeſprochen werden. Die an ſie ge⸗ knüpften ſchmerzlichen Erinnerungen umſchweben uns ſtets und geben unſerm ruhigen glücklichen Daſein die Färbung ſanften Ernſtes, welche Ihnen aufgefallen iſt.

Nicht wahr, Freund, dies auf den Familienkreis beſchränkte Leben, welches nicht ausſtrahlt zur Beglückung und Beſſerung unſeres Nächſten, iſt ein etwas egoiſtiſches Wohlſein. Aber leider fehlen uns die Mittel zu thun, was wir gern thun möchten. Zwar findet der Dürftige an unſerm Tiſche ſtets einen Platz und in unſerem Haus ein Obdach. Aber auf große Werke der Bruderliebe müſſen wir verzichten. Der geringe Ertrag unſerer Meierei reicht nur eben für unſere Bedürfniſſe zu.

Dennoch kann ich meinen Entſchluß, auf die unermeßliche Erbſchaft zu verzichten, nicht tadeln. Ich glaube eine große Pflicht erfüllt zu haben, indem ich den Hüter des Schatzes beſtimmte, ihn in Aſche zu verwandeln, anſtatt ihn in die Hände von Leuten fallen zu laſſen, welche einen fluchwürdi⸗ gen Gebrauch davon gemacht haben würden, oder meinem Schwur untreu zu werden durch das Umſtoßen einer freiwillig gemachten Schenkung.

Denke ich aber an die Verwirklichung des Willens meines Vorfahren, wie ſie das Fräulein von Cardoville mit dem Beiſtand des Hrn. Franz Hardy, des Prinzen Dſchalma, des Marſchalls Simon und ſeiner Töchter und mit dem meinigen beabſichtigte, an dies Ausſtrahlen ſo verſchiedener lebendiger Kräfte aus einem gemeinſamen Mittelpunkt zur Beglückung der ganzen Menſchheit, dann vergrößert ſich noch mein Ab⸗ ſcheu gegen dieſe Geſellſchaft, deren ſchändliche Anſchläge eine ſo herrliche Zukunft im Keim getödet haben.

Was iſt noch übrig von ſo viel glänzenden Ausſichten? Sieben Gräber. Denn das meinige iſt auch gegraben in dem