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kurzen, dicken, einäugigen Italiäners einen ſo feſten, ſtrengen, gebietenden Ausdruck an, daß Rodin überraſcht einen Schritt zurücktrat. Caboccini zog aus ſeiner Taſche ein Papier, küßte es ehrfurchtsvoll, warf auf Rodin einen vernichtenden Blick und las mit volltönender, drohender Stimme:
„Nach Empfang gegenwärtigen Reſcripts wird der E. V.
Rodin all ſeine Vollmachten dem E. V. Caboreini über⸗
geben, welcher nebſt dem P. Aigrigny beauſtragt iſt, die
Rennepont'ſche Erbſchaft zu erheben, wofern der Herr in
ſeiner ewigen Gerechtigkeit will, daß dieſe unſerer Geſell⸗
ſchaft entwendeten Güter ihr wieder zukommen ſollen. —
Ferner wird nach Empfang gegenwärtigen Reſeripts der
P. Rodin unter Aufſicht eines von P. Caboceini bezeich⸗
neten Paters in unſer Haus zu Laval abgeführt, dort
in eine Zelle geſetzt werden und bis auf weiteren Befehl unter Clauſur bleiben.“
Das geleſene Papier reichte der Italiäner dem P. Rodin hin, damit dieſer die Unterſchrift des Ordensgenerals leſen könnte. Rodin ſchlug ein Hohngelächter auf. Caboccini ſah ihn mit zornigem Erſtaunen an. Rodin warf ſich in die Bruſt, ſchob mit der umgewandten Hand das dargereichte Papier zurück und fragte in gebieteriſchem verachtungsvollem Ton: „Von wann iſt dies Reſecript?“
„Vom 11. Mai,“ antwortete der dicke Pater verblüfft.
„Hier iſt ein Breve vom 18. Mai, eingelaufen heut Nacht. 6 enthält meine Ernennung zum Ordensgeneral. — Leſen
i Cabvecini nahm den dargereichten Zettel, las und ſtand wie eingewurzelt da. Dann überreichte er Rodin mit einer Kniebeugung das Reſcript.
Alſo war das nächſte Ziel von Rodins Ehrgeiz erreicht. Trotz dem Haß und Argwohn, den er bei der von Malipier geleiteten Partei erweckt hatte, war Rodin durch Geſchick und Verwegenheit dahin gelangt, daß ſeine Anhänger zu Rom durch Ränke die Abſetzung ſeines Generals erwirkten und ihm die Ernennung zum Nachfolger desſelben verſchafften. Von dieſem Poſten zum päpſtlichen Stuhl war nach Rodins Be⸗
Schritt.
echnungen mit Hülfe der Millionen aus der Erbſchaft nur
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