Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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und die Thränen, welche auf den Ausbruch ſeiner wilden Heftigkeit folgten, waren ſo rührend, daß Dſchalma tief er⸗ griffen ihm die Hand reichte, ihn aufhob und ſagte: „Du hatteſt das Recht, von mir einen Beweis von Freundſchaft zu verlangen. Ich ſchätze mich glücklich, daß ich Dir zuvor⸗ gekommen bin. Auf! Muth und Hoffnung. Ich begleite Dich an jenen Ort, und wenn ich meinen Wünſchen glauben darf, hat falſcher Schein Dich getäuſcht.

Als es Nacht geworden war ſtiegen Dſchalma und ſein Diener in Mäntel gehüllt in einen Miethwagen. Faringhea wies dem Kutſcher an, nach dem Haus des St. Colombe zu * 5 4 5 fahren.

Fünfzehnes Kapitel. Ein Abend bei der Sainte Colombe.

Nini Moulin, völlig unbekannt mit dem wahren Zweck der Schritte, welche er auf Geheiß Rodins that, hatte am Abend zuvor der Anweiſung des Jeſuiten gemäß der St. Colombe eine beträchtliche Summe angeboten, um von dieſem immer noch habgierigen Geſchöpf die freie Verfügung über ihre Wohnung während dieſes ganzen Tages zu erlangen. Das alte Weib hatte dies vortheilhafte Anerbieten angenommen und war am Morgen mit ihrer Dienerſchaft weggefahren, angeblich, um ihren Leuten zum Lohn für ihre guten Dienſte das Vergnügen eines Ausflugs aufs Land zu machen. Gleich nach ihrer Abfahrt war Rodin, in einen Mantel gehüllt, eine

ſchwarze Perücke auf dem Kopf, eine blaue Brille auf der

Naſe, Hals und Kinn mit einer wollenen Binde umwickelt, ſo daß er völlig unkenntlich war, in der ihm zur Verfügung geſtellten Wohnung mit Faringhea erſchienen und hatte dieſem Anweiſungen gegeben, welche derſelbe mit Verſtand und Ge⸗ ſchick ausführte. In zwei Stunden hatte der Würger die