Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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wohl traurig. Er bewilligt mir eine Zuſammenkunft. Ich zweifle nicht, daß ich ihn zum Entſchluß bringe, dieſen trau⸗ rigen Aufenthalt zu verlaſſen, und vielleicht geht er mit mir. Er hat ſtets meiner Ergebenheit vertraut“

„Alſo ſein Sie gutes Muths, Herr Baudoin,“ ſagte Adriane, während ſie ihren Mantel der Mayeur umhängte und ſie ſorgfältig einwickelte. „Wir wollen weggehn, denn es wird ſpät. Sobald ich nach Haus komme, gebe ich Ihnen einen Brief an Herrn Hardy, und morgen melden Sie mir den Er⸗ folg Ihres Beſuchs, nicht wahr?“ Sie hielt inne und fuhr, leicht erröthend, fort: „Nein, nicht morgen. Schreiben Sie mir bloß, und übermorgen kommen Sie.“

. Einige Augenblicke ſpäter war die Nätherin, geſtützt auf Agricola und Adriana die Treppe des elenden Hauſes hinab⸗ geſtiegen und ſaß mit dem Fräulein in der Kutſche. Sie ver⸗ 3 langte dringend ihre Schweſter zu ſehen, obwohl Agricola ihr geſagt hatte, es ſei unmöglich und müßte auf den folgen⸗ den Tag verſchoben bleiben.

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Zweites Kapitel.

Die 5 w i

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Den von Roſe Pompon empfangenen Aufſchlüſſen zufolge mißtraute Adriana von Cardoville Allem, was Dſchalma um⸗ gab. Sie glaubte, ein Mittel gefunden zu haben, dem Prin⸗ zen noch an demſelben Abend, wo ſie die Unterretung mit ihrer Nebenbuhlerin gehabt, einen Brief ſicher zukommen zu laſſen.

Es war dunkle Nacht. Der heftig wehende Wind trieb

6 ſchwarze Wolken über den Mond, deſſen matter Schein da⸗ 3 durch völlig verloren ging. Es ſchlug elf Uhr. Ein Mieth⸗ wagen fuhr langſam und mit großer Anſtrengung der athemloſen Pferde den Abhang der Blancheſtraße hinauf,