Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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Sechstes Kapitel. Die Elyſeiſchen Felde

Etwa zwei Stunden waren verfloſſen ſeit dem Geſpräch zwiſchen Rodin und dem Fräulein von Cardoville. Der ſchöne Frühlingstag Cder März ging zu Ende) hatte zahlreiche Spaziergänger auf die Elyſeiſchen Felder gelockt. Ein großer Theil derſelben blieb ſtehen, um ein allerliebſtes Fuhrwerk zu bewundern. Man denke ſich eine laſurblaue Kaleſche mit weißem blau⸗ geſtreiftem Geſtell, gezogen von vier goldbraunen Vollblut⸗ pferden mit ſchwarzen Mähnen und reich mit Silber ver⸗ ziertem Geſchirr, auf jedem Sattelpferd ein Jockey mit ſchwarzer Sammetkappe, blauer Kaſimirjacke mit weißem Kragen, weißen Lederhoſen und Unſchlagſtiefeln. Auf dem Sitz hinter dem Kaſten befanden ſich zwei große Bediente mit gepudertem Haar in blauer, weiß aufgeſchlagener Livree. Die kräftigen feurigen Vollblutpferde, von den Jockeys ge⸗ ſchickt geführt, gingen in ausgezeichnet gleichem taktmäßigem Schritt, ihr Gebiß mit Schaum bedeckend und zuweilen ihre Cocarden von blau und weißen Seidenbändern ſchüttelnd, inmitten deren ſich eine ſchöne aufgeblühte Roſe befand. Ein einfach und nett gekleideter Reiter, welcher auf der an⸗ dern Seite der Allee dem Fuhrwerk folgte, betrachtete das⸗ ſelbe mit ſtolzer Selbſtzufriedenheit, denn er hatte es geſchaffen. Es war der Herr von Bonneville, der Stallmeiſter Adriana's. Das Erſcheinen dieſes Fuhrwerks hatte ſeinen Grund in einer mit dem Programm des zauberiſchen Tags vorgenom⸗ menen Veränderung. Der Graf von Montbron hatte den Prinzen nicht angetroffen und von Faringhea erfahren, der⸗