glauben des Herzens.“ Was für einen?“
Viertes Kapitel. ie p.
Das Fräulein von Cardoville war wie verklärt. Ihre Schönheit ſtrahlte in vollem Glanz wie die Sonne nach Verſcheuchung der Wolken der Gleichgültigkeit und des Trüb⸗ ſinns. Der Ausdruck des Unwillens über die Falſchheit Ro⸗ din's war wie ein unmerklicher Schatten über ihre Stirn gegangen. Was lag ihr jetzt an ſolchen Lügen? Ihre Wirkun⸗ gen waren ja zu nichte gemacht. Und die Zukunft! — Welche menſchliche Macht konnte ſich zwiſchen ſie und Dſchalma ſtellen? ſetzt, wo ſie beide ihrer einander gewiß waren! Wer mochte es wagen, wider zwei ſo entſchloſſene, jugendkräftige, mit der Macht der Liebe und der Freiheit begabte Weſen anzukämpfen? Wer mochte es wagen, ihnen in die Flammenregion zu fol⸗ gen, wo die glückliche Liebe wie eine jeder Verletzung trotzende Rüſtung ſie ſchirmte?
Kaum hatte Florine das Gemach verlaſſen, ſo eilte Adriana auf den Grafen zu. Sie ſchien größer geworden zu ſein und ſchwebte ſo leicht und triumphirend dahin wie eiſte Göttin auf Wolken. „Wann werd' ich ihn ſehen?“ war ihr erſtes Wort.
„Ich denke. morgen. Er muß auf ein ſo großes Glück vorbereitet werden. Auf eine ſo glühende Natur kann eine ſo plötzliche unerwartete Freude eine ſchreckliche Wirkung her⸗ vorbringen.“
Adriana beſann ſich einen Augenblick und ſagte: „Mor⸗ gen ja. Nicht früher als morgen. Ich habe einen Aber⸗
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