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„Nein. Der Kutſcher hat ſeine Weiſungen.“
„Wiſſen Sie auch, daß das recht ſchnurrig iſt, Nini Moulin.“
„Ich hoff' es. Wenn's nicht ſchnurrig wäre, wo wäre der 5 Spaß dabei?“
„Sie haben Recht.“
„Alſo, Sie ſagen, ja? Das iſt mir lieb für Sie und für mich.“
„Für Sie?“
„Ja. Indem Sie zuſagen, erweiſen Sie mir einen großen Dienſt.“
„Ihnen? Wie ſo?“
„Das kann Ihnen gleichgültig ſein, wofern ich nur Ihnen verbunden bin.“
„Sie
„Nun? gehen wir?“
„Ei was! Freſſen wird man mich nicht!“ ſagte Roſe Pom⸗ pon entſchloſſen, nahm hüpfend ein roſenrothes Hütchen, trat damit vor einen zerſprungenen Spiegel und ſetzte es recht à la chien auf, ſo daß ihr weißer Nacken bis hinauf an ihre blonden ſeidenweichen Haare ſichtbar blieb und ihr Geſichtchen ein äußerſt ſchelmiſches, um nicht zu ſagen keckes, Ausſehen erhielt. „Meinen Mantel!“ ſagte ſie zu Dumoulin, welchem ein Stein vom Herzen gefallen zu ſein ſchien, ſeitdem ſie zu⸗ geſagt hatte.
„Pfui! einen Mantel!“ entgegnete der Cicisbeo, indem er zum letzten Mal in ſeine letzte Taſche griff. Aus der uner⸗ gründlichen Tiefe derſelben zog er einen wunderſchönen Kaſchmir⸗ ſchawl hervor und hing ihn dem Mädchen um die Schultern.
„Ein Kaſchmir!“ rief Roſe Pompon, bebend vor freudiger Ueberraſchung. Und mit heroiſcher Miene ſetzte ſie hinzu: „Fertig! Ich wage es!“
Leichtfüßig eilte ſie die Treppe hinab. Dumvulin folgte ihr. Die Kohl- und Kohlenhändlerin befand ſich in ihrem Laden und begrüßte ſie: „Guten Morgen, Mamſell! Sie ſind ja heute früh bei der Hand.“
„Ja, Arſene. Hier iſt mein Schlüſſel.“ „Ich danke.“ Plötzlich eilte Roſe Pompon zu dem an der Thür ſtehenden


