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„Ach!“ ſagte Baleinier im gerührten Ton, „immer dieſe ſchlimme Einbildung, daß Sie unſerer Pflege nicht bedürfen, daß ich Komödie ſpiele, wenn ich Ihnen von dem betrübenden Zuſtand ſpreche, in welchem Sie waren, als man ſich genö⸗ thigt ſah, Sie ohne Ihr Wiſſen hieher zu führen! Aber ab⸗ gerechnet dies kleine Zeichen hartnäckigen Wahnſinns hat ſich Ihre Lage wunderbar gebeſſert. Sie ſind auf dem Weg vollkommener Geneſung. Später wird Ihr treffliches Herz mir die verdiente Gerechtigkeit widerfahren laſſen, und eines Tages werde ich beurtheilt werden, wie ich es verdiene.“
„Das glaub' ich. Der Tag naht, wo über Sie das Urtheil gefällt werden wird, welches Sie ver⸗ dienen,“ erwiderte Adriane mit Nachdruck.
„Immer dieſe fixe Idee!“ ſagte der Doctor im Ton des Bedauerns. Sein Sie doch vernünftig! Denken Sie doch nicht an dieſe Kinderei!“
„Sie meinen, ich würde darauf verzichten, bei Gericht Genugthuung für mich und Schmach für Sie und Ihre Mitſchuldigen zu verlangen? In meinem Leben nicht!“
„Gut!“ ſagte der Doctor achſelzuckend. „Wenn Sie ein⸗ mal draußen ſind, werden Sie an ganz andere Dinge zu denken haben, meine ſchöne Feindin.“
„Ich weiß, Sie vergeſſen als frommer Mann das Böſe, was Sie thun. Ich habe ein b ſſeres Gedächtniß.“
„Ernſtlich geſprochen: denken Sie wirklich daran, ſich an die Gerichte zu wenden?“ fragte Baleinier in feierlichem Ton.
„Ja, Herr Doctor. Und Sie wiſſen, was ich will, das will ich ernſtlich.“
„Nun, ich bitte, ich beſchwöre Sie, laſſen Sie dieſen Ge⸗ danken fahren!“ ſagte Baleinier in gerührtem Ton. „Ich bitte Sie inſtändig darum, um Ihrer ſelber willen.“
„Ich glaube, Sie verwechſeln ein wenig Ihr Beßtes mit dem meinigen.“
„Ei, ei!“ ſagte Baleinier ſcheinbar ungeduldig und als wäre er ſicher, das Fräulein auf der Stelle zu überzeugen. „Sollten Sie das Herz haben, zwei edelmüthige Menſchen in Verzweiflung zu ſtürzen?“
„Nur zwei? Der Scherz wäre vollſtändiger, wenn Sie
ſagten, drei: Sü, Herr Doctor, meine Tante und den Abbé
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