Teil eines Werkes 
5. Band (1844)
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Sie zu Ihrer Freundin und bringen Sie ihr die bewußte gute Nachricht.“ ſ „Ja, lieber Herr, Sie haben Recht. Ich brenne vor Be⸗ gierde, ihr zu ſagen, was Sie für ein braver Mann ſind.“ 3 Mit dieſen Worten ſprang Roſe Pompon die Treppe hinauf. „He! he! mein Korb!“ rief Rodin ihr nach. „Die kleine Närrin nimmt meinen Korb mit!“ „Es iſt auch wahr!“ ſagte Roſe Pompon umkehrend. „Verzeihen Sie. Hier iſt er. Wie wird die arme Cephiſe froh ſeyn! Leben Sie wohl!“ Roſe Pompon's niedliche Geſtalt verſchwand in den Win⸗ dungen der Treppe, die ſie in ungeduldiger Haſt hinaufeilte. Rodin trat aus dem Gang in den Laden Arſenens und ſagte, auf der Schwelle ſtehen bleibend: „Hier, liebe Frau, iſt Ihr Korb. Ich danke Ihnen ergebenſt für Ihre Gefül⸗ ligkeit.“ „Nicht Urſache, lieber Herr,“ erwiederte Arſene. „Alles ſteht zu Ihren Dienſten. Nun? war der Rettig gut?“ „Köſtlich, liebe Frau. Saftig und köſtlich.“ „Ach, das iſt mir ſehr lieb. Wird man Sie bald wie⸗ 4 derſehen?“ „Ich hoffe, ja. Aber können Sie mir ein Poſtbureau in der Nähe angeben?“ „Wenn Sie in die Straße dort links gehen, das dritte Haus, bei dem Krämer.“ „Tauſend Dank.“ „Ich wette, das iſt ein Liebesbrieſchen an Ihre Herzens⸗ freundin,“ ſagte Arſene, die wahrſcheinlich durch die Be⸗ rührung mit Roſe Pompon und Nini Moulin heiter geſtimmt

worden war. „Hä! hä! hä! — Sie gute Frau!“ erwiderte Rodin grin⸗ ſend. Schnell aber ward er wieder ganz ernſt, machte eine

mit ging er weg.

Wir führen nun den Leſer in das Haus des Doctor Ba⸗ leinier, wo das Fräulein von Cardoville noch eingeſperrt war.

tiefe Verbeugung und ſagte „Ihr ergebenſter Diener.“ Da⸗