Teil eines Werkes 
5. Band (1844)
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rungen, auf die wahren Katholiken, auf die Knebeler des großen Haufens anpreiſen. — Er wird in die Schlinge gehen. Sind die Sätze aufgeſtellt, ſo bricht der Sturm los. Allgemeiner Aufruhr gegen Rom, tiefe Spaltung. Das heilige Collegium ſcheidet ſich in drei Theile. Der eine billigt, der andere mißbilligt, der dritte zittert. Der ſchwache Mann, noch mehr erſchreckt, als er es jetzt darüber iſt, daß er Polen hat erwürgen laſſen, bebt zu⸗ rück vor dem Geſchrei, dem Tadel, den Drohungen und den Spaltungen, die er erregt.

Das paßt wieder in meinen Kram und zwar ſehr.

Dann iſt es an unſerm guten E. V. das Gewiſſen des

ſchwachen Mannes zu erſchüttern, ſeinen Geiſt zu be⸗

unruhigen, ſeine Seele zu erſchrecken.

Kurz, ihm möglichſt viel Verdruß, ſeine Rathgeber zwieſpältig machen, ihn iſoliren, ihn erſchrecken, das wilde Feuer des guten Albani doppelt ſtark anfachen, die Gier der Sanfediſten ³) von neuem erwecken, ihrem Heiß⸗ hunger die Liberalen preisgeben — Plünderung, Noth⸗ zucht, Gemetzel wie zu Ceſena — ſteigende Fluth von

Carbonariblut. Dem ſchwachen Mann wird es weh da⸗⸗

von werden. So viele Schlächtereien in ſeinem Namen! Er wird zurückbeben. Jeder Tag wird ihm Gewiſſens⸗

biſſe, jede Nacht Schreckbilder, jede Minute Angſt brin⸗

gen. Und die Abdankung, mit der er ſchon droht, wird

endlich kommen — vielleicht zu früh. Das iſt für jetzt

die einzige Gefahr; Ihre Sache iſt's, ihr vorzubeugen. Für den Fall der Abdankung hat der Großpönitentiar

mich verſtanden. Anſtatt einem General den Befehl über

unſeren Orden, die heſte Miliz des heiligen Stuhls, an⸗ zuvertrauen, befehlige ich ſelber ihn. Dann macht mir dieſe Miliz keine Unruhe mehr. Beiſpiel: die Janitſcha⸗ ren und die Prätorianer, welche ſtets der Autorität ver⸗ derblich waren — warum? Weil ſie ſich als Verthei⸗ diger der Obergewalt außerhalb der Obergewalt orga⸗ niſiren konnten. Daher ihre Macht, dieſelbe einzuſchüch⸗ tern.

*) Siehe die Anmerkungen am Schluß des Bandes.