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welches die Geſellſchaft Jeſu angemandt hat. Wegen ver⸗ ſchiedener Geſchäfte, die im Weſentlichen nur ihn perſönlich angingen, obwohl ſie ſich in einigen Punkten an die allge⸗ meinen Intereſſen des Ordens knüpften, hatte Rodin, ohne daß jemand darum wußte, dies Abſteigquartier in der Clovis⸗ ſtraße gemiethet. Und aus dieſer unbekannten Höhle corre⸗ ſpondirte der Socius direct mit den vornehmſten und einfluß⸗ reichſten Perſonen des heiligen Collegium.
Der Leſer erinnert ſich vielleicht, wie am Anfang unſerer Geſchichte Rodin nach Rom ſchrieb, daß der Pater Aigrigny bei Empfang des Befehls zu augenblicklicher Abreiſe geſchwankt habe, ob er nicht zuvor ſeine ſterbende Mutter ſehen ſollte, und wie Rodin zu der Anzeige von dieſem Schwanken Ai⸗ grigny's an den Ordensgeneral die Nachſchrift hinzufügte:
„Sagen Sie dem Cardinal-Fürſten, daß er auf mich rechnen kann, daß er aber auch ſeinerſeitsfür mich wirken möge.“
Dieſe vertrauliche Weiſe, mit dem höchſten Würdenträger des Ordens zu correſpondiren, und der Ton, in welchem er dem Cardinal⸗Fürſten etwas ſagen ließ, faſt wie ein Be⸗ ſchützer einem Schützling, bewies, daß der Soeius, trotz ſeiner ſcheinbar untergeordneten Stellung, um dieſe Zeit von meh⸗ ren Kirchenfürſten und anderen Würdenträgern als eine wich⸗ tige Perſon angeſehen wurde. Dieſe Herren ſchrieben ihm unter ſeinem falſchen Namen Briefe in Chiffern und ließen ſie unter den gewöhnlichen Sicherheitsmaßregeln nach Paris abgehen.
Nachdem Rodin einige Augenblicke in tiefem Sinnen vor dem Bild Sirtus des Fünften geſtanden hatte, kehrte er lang⸗ ſam nach ſeinem Tiſch zurück zu dem Brief, welchen er mit Setzung einer abergläubiſchen Friſt trotz ſeiner lebhaften Neu⸗ gier zu öffnen gezögert hatte. Da noch einige Minuten an halb zehn Uhr fehlten, traf Rodin, um weiter keine Zeit zu verlieren, in der hergebrachten Ordnung die Zurüſtungen zu ſeinem einfachen Frühſtück. Er legte auf den Tiſch neben ein Dintenfaß das Brod und den Rettig, ſetzte ſich, die Beine zu beiden Seiten des Ofens ausſtreckend, auf ſeinen Schemel, zog aus ſeiner Hoſentaſche ein Meſſer mit hornernem Stiel, deſſen ſpitze Klinge zu drei Viertel. abgewetzt war, ſchnitt ab⸗


