Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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welcher die aufgehäuften Kapitalien anver traut ſind, ihren Betrag und ihre Ziffer kundmachen, damit beim letzten Glockenſchlag der Mittagsſtunde, dieſe Summen den anwe⸗ ſenden Erben erworben ſeyen und vertheilt werden. „Alsdann werden die Gemächer des Hauſes ihnen ge⸗ öffnet werden. Sie werden darin Dinge ſehen, die ihrer Theilnahme, ihres Mitleids, ihrer Achtung werth ſind,

zumal im Trauerfaal.

„Mein Wunſch iſt, daß dies Haus nicht verkauft werde, daß es bleibe, wie es iſt und zum Vereinigungspunkt für meine Nachkommen diene, wenn ſie, wie ich hoffe, meine letzte Bitte erhören. Wenn ſie ſich hingegen trennen, wenn ſie, anſtatt ſich zu vereinigen, um zu einer der edel⸗ ſten Unternehmungen, die je ein Jahrhundert ausgezeich⸗ net haben, mitzuwirken, ſelbſtiſchen Leidenſchaften folgen, wenn ſie die unfruchtbare Individualität der fruchtbaren Verbrüderung vorziehen, wenn ſie in dieſem unermeßli⸗ chen Vermögen lediglich eine Gelegenheit zu leichtſinniger Verſchwendung oder zur Befriedigung ſchmutzigen Geizes ſehen, dann ſeyen ſie verflacht von allen denen, die von ihnen hätten geliebt, unterſtützt und befreit werden ſollen. Dann ſoll dies Haus niedergeriſſen, und alle Papiere, deren Verzeichniß Iſaak Samuel hinterlaſſen haben wird, nebſt den beiden Bildern im rothen Saal durch den Hüter meiner Wohnung verbrannt werden.

„Ich habe geſprochen. Meine Schuldigkeit habe ich ge⸗ than. In allem dieſem habe ich die Rathſchläge des Man⸗ nes befolgt, den ich verehre und liebe als das wahre Bild Gottes auf Erden. Der treue Freund, der mir die 50,000 Thaler, die letzten Trümmer meines Vermögens, zurückgegeben hat, kennt allein den Gebrauch, den ich da⸗ von machen will. Seiner ſo ſicheren Freundſchaft konnte ich dieſen Beweis von Vertrauen nicht verſagen. Indeß den Namen von Iſaak Samuel durfte ich ihm nicht nen⸗

nen, denn damit hätte ich dieſen und beſonders ſeine Nach⸗

kommen großen Gefahren aus etzen können. Dieſer Freund, welcher nicht weiß, daß mein Entſchluß zu ſterben ſeiner Erfüllung nahe iſt, wird in dieſer Stunde mit meinem

Notar hieher kommen. In ihre Hände werde ich nach

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