Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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Zeit zum Ueberlegen.“

Vergebens ſagte ich ihr in ſtrengem Ton, daß ſie ohne Eltern 8 8 8

ville ſehen und ſeine Gemüthsart kennen lernen, bevor ſie eine Verpflichtung eingehe.“

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Wort: er iſt für uns; und dafür ſind wir ihm dieſe Heirath ſchuldig. Dieſelbe muß alſo vor ſich gehen. Ueberdies wiſſen Sie, liebe Mutter, daß er dem Werk von Sancta Maria eine Schenkung von hunderttauſend Franken anbieten will an dem Tag, wo er in Befitz des Vermögens des Fräuleins Baudri⸗ cvurt kommen wird.“

„Ich habe nie an den guten Abſichten des Herrn von Bris⸗ ville in Betreff eines Werks, welches die Theilnahme aller Frommen? verdient, gezweifelt,“ erwiederte beſcheiden die Oberin. „Aber ich hätte nicht gedacht, auf ſo viele Hinder⸗ niſſe von Seiten des Frauenzimmers zu ſtoßen.“

„Wie ſo?“ fragte die Fürſtin erſtaunt.

„Dies Mädchen, welches ich bisher für die Unterwürfigkeit, 4 die Schüchternheit die Unbedeutendheit — kurz für die Blöd⸗ ſinnigkeit ſelber gehalten habe, iſt nicht etwa entzückt über „ dieſen Heirathsvorſchlag, wie ich dachte; nein, ſie verlangt

„Das iſt zum Lachen,“ bemerkte die Fürſtin. „Sie ſetzt mir einen Widerſtand der Trägheit entgegen.

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und Freunde und ganz und gar meiner Sorgfalt anvertraut, durch meine Augen ſehen, durch meine Ohren hören muß, und daß ſie, wenn ich ihr ſage, daß dieſe Verbindung in allen Stücken für ſie paßt, ohne die geringſte Einwendung und Be⸗ merkung darein zu willigen hat.“

„Gewiß. Man kann nicht vernünftiger reden.“

„Sie aber antwortet mir, ſie wolle den Herrn von Bris⸗

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„Das iſt widerſinnig. Sie bürgen ihr ja für ſeine Mo⸗ ralität und finden dieſe Heirath paſſend.“

„Uebrigens,“ fuhr die Mutter Saneta Perpetua fort, „habe ich dem Fräulein Baudricvurt dieſen Morgen erklärt, bisher hätte ich gegen ſie nur ſanfte Mittel der Ueberredung ange⸗ wandt. Wenn ſie mich aber dazu nöthigte, ſo würde ich wider meinen Willen und zu ihrem Beſten mit Strenge gegen ſie verfahren müſſen, um ihre Hartnäckigkeit zu brechen. Ich würde ſie von ihren Geſellſchafterinnen trennen und ſie in

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