Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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Kopf einen mit Silberpapier überzogenen, römiſchen Helm ſitzen, und auf der einen Seite dieſes Hauptſchmucks ſteckte im angenehmen Widerſpruch mit der vielleicht allzu antiken Form deſſelben ein ſchwarzer Federbeſen mit rothem hölzernem Stiel. Unter dieſem Helm breitete ſich das rötheſte, luſtigſte Geſicht aus, welches je vom Geiſte edlen Weines bepurpurt 4 worden iſt. Eine ſtark vorſpringende Naſe, deren urſprüng⸗ liche Form ſich unter einer üppigen Blüthe roth und vivlett ſchillernder Finnen verſteckte, gab dem durchaus bartloſen Ge⸗ ſicht einen Ausdruck von Poſſirlichkeit, während ein weiter Mund mit dicken aufgeworfenen Lippen mit der auffallenden Luſtigkeit harmonirte, welche aus ſeinen großen, hervorſtehen⸗

8 den grauen uugejſrahi 5 Beim Anblick dieſes fröhlichen Geſellen mit dem Silenus⸗ bauch, fragte man ſich, wie er es angeſtellt habe, um nicht in den Fluthen des Weins hundertmal das Gift und die Galle zu erſäufen, von denen ſeine Schriften wider die Feinde der Ultramontanen überſtrömten, und wie ſein katholiſcher Glaube

obenauf ſchwimmen konnte. Dies Räthſel ließ ſich nur durch die Erwägung löſen, daß unter den Schauſpielern die Dar⸗ ſteller der haſſenswertheſten Charaktere oft die beſten Men⸗ ſchen von der Welt ſind. Da es ſehr kalt war, ſo trug Nin⸗Moulin einen nicht zu⸗ geknöpften Carrick, unier welchem man ſeinen Schuppenpan⸗ zer, ſeine fleiſchfarbigen Strumpfhoſen und unter den Waden die grell abſtechenden gelben Umſchläge ſeiner Stiefel ge⸗ wahrte. Vorwärts gebeugt, ſtieß er ein wildes Geſchrei aus, untermiſcht mit dem Ruf: „Es lebe die Königin Bacchanal!“ Und jedes Mal nach dieſem Ruf ließ er eine mächtig große Raſſel ſchnarren, die er in der Hand hielt.

weißſeidene Fahne, auf welcher die Worte ſtanden: Lieb' und Luſt für Königin Bacchanal. Liegganznackt war etwa

gen von einem kaſtanienbraunen Backenbart und abgemagert durch Wachen und Ausſchweifungen, drückte eine eigene Mi⸗ ſchung von Sorgloſigkeit, Keckheit, Gleichgültigkeit und Spöt⸗ terei aus. Aber eine niedrige, bösartige Leidenſchaft hatte

bei ſeinem Uebermaß bacchiſcher und choreographiſcher Luſt

Liegganznackt ſtand neben Nini⸗Moulin und hielt eine

fünfundzwanzig Jahr alt. Sein kluges luſtiges Geſicht, um⸗

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