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ſodann die beiden Schweſtern nach dem Eingang in der Mauer. Eine weibliche Hand ſtreckte ſich ihnen entgegen. Die Waiſen ſchritten über die Schwelle und hinter ihnen ſchlug das Pförtchen zu.
Frau Grivvis kehrte wieder zu dem Wagen zurück und hieß den Kutſcher, zum Hof hinaus fahren und ſie draußen erwar⸗ ten. Der Kutſcher gehorchte. Die Kammerfrau rief den Thorhüter, einen großen ſtarken Mann, zu ſich und ſagter „Niklas, Sie bekommen zehn Franken, wenn Sie mir den großen Hund todtſchlagen, der dort am Pförtchen liegt.“
Niklas betrachtete ſich den Hund, zuckte die Achſeln und ſagte: „Den Teufel auch! Einen ſolchen Hund todtzuſchlagen iſt kein Kinderſpiel.“
„Sie bekommen zwanzig Franken, aber bringen Sie ihn vor meinen Augen um.“
„Dazu gehörte eine Flinte,“ entgegnete der Pförtner, „und ich habe nur einen Hammerſtock.“
„Der iſt gut! Mit einem Schlag iſt's abgethan.“
„Den Verſuch will ich machen,“ ſagte Niklas. „Aber ich zweifle, ob er gelingt.“
„Wenn ich nur die Kraft dazu hätte!“ ſagte die Kammer⸗ frau, während der Pförtner ſeinen Streithammer holte. Niklas kam zurück, ſchlich hinterliſtig auf Freudenſtörer zu und ſagte: „Komm, Alter! Komm, guter Hund!“ Dabei klopfte er mit der linken Hand auf den Schenkel und hielt mit der Rechten ſeinen Hammer hinter dem Rücken verborgen. Freudenſtörer ſiand auf, betrachtete ſich ſeinen Mann, und war mit einem Satz von der Thür weg hinter dem Schleicher.
„Er hat den Braten gerochen,“ ſagte Niklas. „Der Lump traut nicht. Er läßt ſich nicht beikommen. Es iſt nichts zu machen.“
„Da!“ rief die Kammerfrau grimmig, indem ſie dem Pfört⸗ ner einen Fünffrankenthaler hinwarf; Sie ſind ein Tölpel. Jagen Sie ihn wenigſtens hinaus“ Niklas ging mit auf⸗ gehvbenem Hammer auf Freudenſtörer los. Der Hund wich einem offenem Kampfe aus, zog ſich aus dem Hof zurück und faßte auf neutralem Gebiet Poſto. Als Frau Grivvis, bleich vor Wuth zum Thor herauskam und in den Miethwagen ſtieg, in welchem die ſterblichen Ueberreſte Monſieur's lagen, er⸗


