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Demuth, welche ſich ihm ausſetzte. Demnach erwiederte ſie die letzte Anrede des Prieſters mit der Erklärung: „Der Wille Gottes geſchehe, ehrwürdiger Vater. Was mir auch begegnen möge ich werde meine Chriſtenpflicht erfüllen, wie Sie es mir befehlen.“
„Und der Herr wird Ihnen das vergelten, was Sie viel⸗ leicht in Erfüllung dieſer hohen Pflicht zu leiden haben. Sie verpflichten ſich alſo vor Gott, auf keine Frage Ihres Man⸗ nes zu antworten, wenn er zu wiſſen verlangt, wo die Töch⸗ ter des Marſchalls Simon ſind?“
„Ja, ehrwürdiger Vater, ich verſpreche es Ihnen,“ ant⸗ wortete Franeisca bebend.
„Und Sie werden daſſelbe Stillſchweigen beobachten gegen den Herrn Marſchall Simon, im Fall, daß er zurückkäme und ſeine Töchter mir noch nicht ſo weit auf dem guten Weg be⸗ feſtigt ſchienen, daß man ſie ihm zurückgeben könnte?“
„Ja, ehrwürdiger Vater,“ antwortete Franciska, mit immer ſchwächerer Stimme.
„Außerdem werden Sie mir Bericht erſtatten von dem Auf⸗ tritt, der zwiſchen Ihnen und Ihrem Manne ſtattfinden wird, wenn er zurückkommt.“
„Ja, ehrwürdiger Vater. Wann ſoll ich die Waiſen zu Ihnen führen?“ .
„In einer Stunde. Ich gehe jetzt nach Haus und ſchreibe an die Oberin. Ich hinterlaſſe den Brief meiner Haushäl⸗ terin. Sie iſt eine zuverläſſige Perſon. Sie wird ſelber die Mäbvchen in das Kloſter führen.“ —
Hierauf gab der Prieſter der alten Frau noch eine Ver⸗ mahnung in Bezug auf die abgelegte Beichte, legte ihr Buße für die bekannten Sünden auf und ertheilte ihr die Abſo⸗ lution. Als Francisca Baudoin aus dem Beichtſtuhl trat, war die Kirche nicht mehr leer. Eine große Menſchenmaſſe drängte ſich in derſelben um die Leichenfeier zu ſehen, von welcher zwei Stunden zuvor der Schweizer mit dem Kirchendiener geſpry⸗ chen hatte. Nur mit Mühe konnte die alte Frau ſich bis zur Thür der reich behängten Kirche durchdrängen. Die zahlreiche Geiſtlichkeit der Pfarrei kam vollzählig einher geſchritten, um den mit Sammt geſchmückten Sarg zu empfangen. Der Mohr
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