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cola ſey. Aber ſie beruhigte ſich bei dem Gedanken an die Sicherheit des Verſtecks.
„Der Beamte,“ fuhr die Fürſtin fort, „bat mich, ihn nach dieſem Mann ſuchen zu laſſen. Er hatte das Recht dazu. Ich bat ihn, den Anfang im Pavillon zu machen, und ging mit ihm. Ungeachtet der bisherigen Aufführung des Fräu⸗ leins, für welche ich keinen Namen weiß, kam es mir doch nicht in den Sinn, zu glauben, daß ſie in dieſe klägliche Po⸗ lizeigeſchichte verwickelt ſey. Ich hatte Unrecht.“
„Wie ſo?“ rief Adriana.
„Sie werden es hören,“ antwortete die Fürſtin mit trium⸗ phirender Miene. „Alles nach der Reihe. Sie haben ſich vorhin etwas zu vorſchnell ſpöttiſch und hochmüthig gezeigt. Ich begleitete alſo den Commiſſär bei ſeinen Nachforſchungen. Wir kamen in den Pavillon. Ich überlaſſe es Ihnen, ſich das Staunen des Beamten vorzuſtellen beim Anblick der wie Komödiantinnen aufgeputzten drei Geſchöpfe. Der Umſtand ward auf mein Begehren in das Protocoll aufgenommen, denn man kann ſolche Tollheiten nicht genug bezeugen laſſen.“
„Die Frau Fürſtin hat höchſt weiſe gehandelt,“ bemerkte ihr Tripeaud, ſich verneigend. „Es war gut, auch die Juſtiz in dieſer Beziehung aufzuklären.“
Adriana war zu ſehr mit dem Gedanken an Agricola be⸗ ſchäftigt, als daß ſie den Geldmann oder die Fürſtin hätte trumpfen können. Sie hörte ſchweigend zu.
„Der Beamte“, fuhr die Fürſtin fort, „unterwarf erſt die Mädchen einem ſcharfen Verhör und fragte ſie, ob nicht ihres Wiſſens ein junger Mann in den von dem Fräulein bewohn⸗ ten Pavillon gekommen ſey. Mit unglaublicher Keckheit ant⸗ dieſe Geſchöpfe, ſie hätten Niemand hereingehn ehen.“
„Wackere Mädchen!“ dachte Adriana. „Der arme Arbeits⸗ mann iſt vorläufig geborgen, und das Uebrige wird die Ver⸗ wendung des Doctor Baleinier thun.“
„Zum Glück,“ fuhr die Fürſtin fort, „hatte Frau Grivois, eine meiner Kammerfrauen, mich begleitet. Dieſe vortreffliche Frau erinnerte ſich, das Fräulein heute Morgen um acht Uhr nach Haus kommen geſehen zu haben, und ſagte dem
Beamten ganz arglos, es könnte wohl ſeyn, daß der Mann,


