Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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Sie ihrer liebenden Herrin wiedergegeben haben. Ernſtlich geſprochen, wenn ich lache, ſo geſchieht es, weil nicht die ge⸗ ringſte Gefahr für Sie iſt, und weil ich eine Anwandlung von Wonne empfinde! Alſo, Wertheſter, ſchreiben Sie mir ge⸗ ſchwind Ihre und Ihrer Mutter Adreſſe in dieſe Brieftaſche, gehen Sie mit Georgetten und machen Sie mir recht hübſche Verſe, wofern Sie ſich nicht zu ſehr langweilen in dieſem Gefängniß, in welches Sie fliehen vor einem Gefängniß.“

Georgette führte den Schmied in das Verſteck. Hebe brachte ihrer Gebieterin einen kleinen, grauen Caſtorhut mit grauer Feder. Denn Adriana mußte durch den Park gehen, um in das große Hötel zu kommen welches die Fürſtin von St. Di⸗ zier bewohnte.

Eine Viertelſtunde nach dieſem Auftritt, trat Florine ge⸗ heimnißvoll in das Gemach der Frau Grivvis, der erſten Kammerfrau der Fürſtin von St. Dizier. „Nun?“ rief Frau Grivois ihr entgegen.

„Hier ſind die Bemerkungen, welche ich den Morgen ge⸗ macht habe,“ ſagte Florine, indem ſie der Kammerfrau ein Papier überreichte. „Zum Glück hab' ich ein gutes Ge⸗ dächtniß.“

welche Zeit — genau! iſt ſie dieſen Morgen nach

Haus gekommen?“ fragte lebhaft Frau Grivvis.

„Wer?“

„Fräulein Adriana.“ „Sie iſt nicht ausgegangen. Um neun Uhr haben wir ſie ins Bad gelegt.“ —

„Aber vor neun Uhr iſt ſie nach Haus gekommen, nachdem ſie die Nacht außer dem Haus zugebracht hatte. So weit iſt es mit ihr gekommen!“

Fiorine ſah die Kammerfrau erſtaunt an und ſagte: „Ich verſtehe Sie nicht.“

„Was?“ entgegnete die Grivvis giftig. „Das Fräulein iſt nicht dieſen Morgen durch das Gartenthürchen zurückgekom⸗ men? Wollen Sie lügen 2 „₰ch bin geſtern unwohl geweſen,“ ſagte Florine. um neun Uhr bin ich heruntergekommen, um der Georgett

und Hebe zu helfen, das Fräulein aus dem Bade heben. a