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zu viel hat, muß Denen zu Hülfe kommen, welche nicht genug
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ich zu Ihnen gekommen, um Sie zu bitten, im Fall, daß man mich verhaften wollte, Bürgſchaft für mich zu ſtellen. Wenn Sie das thäten, dann wäre ich nicht genöthigt, die Werkſtätte mit dem Gefängniß zu vertauſchen, und meine Ar⸗ beit würde für alle Bedürfniſſe genügen.“ „ „Gott ſey Dank!“ ſagte Wrians heiter; „das läßt ſich vor⸗ trefflich in Ordnung bringen. In Zukunft, Herr Dichter, ſollen Sie Ihre Eingebüngen aus dem Glück ſchöpfen und nicht aus der Trübſah, denn dieſe iſt eine ſchlimme Muſe! Vor allen Dingen, Ihre Bürgſchaft ſoll geſtellt werden.“ „O, Fräulein, Sie retten uns!“ ₰ „Ferner ſteht zufällig inſer Hausärzt auf ſehr gutem Fuß mit einem ſen Miniſter, (verſtehen Sie das, wie Sie wollen; Sie werden ſich nicht irren). Der Doctor hat auf dieſen großen Staatsmann“ großen Einfluß, denn ihm glücklicher Weiſe ſtets den Tag zuvor, ehe man ihm ſe Portefeuille nahm, ſeiner Geſundheit halber, die Annehmli keiten des Lebens ohne Amt empfohlen. Seyn Sie alſo kommen ruhig. Wenn die Bürgſchaft nicht genügte, wü wir andere Mittel erſinnen.“ „Fräulein,“ ſagte Agricola gerührt, „ich verdanke Ihnen die Ruhe, vielleicht das Leben meiner Mutter. Sie ſolle mich nie undankbar finden.“ „Das verſteht ſich von ſelbſt. Jetzt etwas anders. Wer
haben. Die Tüöchter des Marſchalls Simon ſind von meiner Familie Sie ſollen hier bei mir wohnen; das iſt paſſender. Sagen Sie das Ihrer guten Mutter. Dieſen Abend will ich hingehen, um ihr für die gaſtliche Aufnahme meiner Ver⸗ wandten zu danken, und die Mädchen abholen.“
Plötzlich hob Georgette den Vorhang auf, welcher den Saal vom Nebenzimmer trennte, kam hereingelaufen und rief be⸗ ſtürzt: „Fräulein, es geht etwas ungewöhnliches auf der Straße vor!“
„Was denn?“ fragte Adriana.
„Ich hatte eben meine Nätherin bis an das Thürchen ge⸗ leilet, als ich Leute von verdächtigem Ausſehen wahrnahm, welche aufmerkſam die Wände und Fenſter des an den Pz


