Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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Säulenhalle gelangte. Ein kleiner Vorſaal führte zu einem runden Saal, der ſein Licht von oben empfing. Mit dieſem ſtanden durch Thüren vier andere Gemächer in Verbindung. Verborgene Treppen führten zu einigen Zimmern in dem verſteckten Halbſtockwerk. Solche Nebengebäude großer Be⸗ hauſungen ſtehen in unſern Tagen unbenutzt da, oder werden zu Treibhäuſern verwandt. Eine Ausnahme war es, daß der Pavillon des Hötels St. Dizier ausgebeſſert und abgekratzt *) worden war. Seine weißen Steine ſchimmerten wie pariſcher Marmor, und ſein zierliches, verjüngtes Ausſehen ſtach ſcharf ab gegen das düſtere Gebände, welches man am Ende eines langen, hie und da mit Gruppen hoher Bäume beſetzten Raſenplatzes erblickte.

Im Hötel St. Dizier fand folgender Auftritt ſtatt am Morgen nach der Ankunft Dagobert's und der Töchter des Generals Simon in der Briſe⸗Miche⸗Gaſſe.

Auf der benachbarten Kirche hatte es acht Uhr geſchlagen. Eine helle Winterſonne war an dem wolkenloſen Himmel hinter den großen kahlen Bäumen aufgegangen, welche im Sommer ein grünes Laubgewölbe vor dem kleinen Pompa⸗ dourpavillon bildeten. Die Thür des Vorſaals ging auf, und die Strahlen der Sonne beleuchteten ein liebliches Geſchöpf, oder vielmehr zwei ſolche Geſchöpfe. Denn das eine, obwohl eine beſcheidene Stelle auf der Stufenleiter der Weſen ein⸗ nehmend, beſaß in ſeiner Art eine ausgezeichnete Schönheit. Mit andern Worten: ein Mädchen und ein allerliebſtes eng⸗ liſches Hündchen von der Gattung King's Charl's) erſchienen unter der Vorhalle der Rotunde. Das Mädchen hieß Geor⸗ gette, das Hündchen Lutine. Georgette war achtzehn Jahr alt. Nie hatte eine Florine oder Marton, nie hatte eine Soubrette von Marivaux ein ſchalkhafteres Geſicht, ein leb⸗

hafteres Auge, ein ſchelmiſcheres Lächeln, weißere Zähne, ro⸗

ſigere Wangen, einen zierlicheren Wuchs, einen niedlicheren

Fuß, eine reizendere Haltung. Obwohl es Foch ſehr frühe

war, ſo erblickte man doch Georgette ſorgfältig geputzt. Ein

Spitzenhäubchen von halb ländlicher Fyrm mit glattem Bart,

) In Patis werden die Häuſer abgekratzt, ſtatt friſch angeſtrichen, da ſie aus glatten Steinen ohne Verputz beſtehen. Anm eberſ

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