Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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draußen wbte, gab dieſem Stillleben einen erhöhten Reiz. Ein luſtiges Feuer brannte in einem großen Kamin von weißem Marmor und warf ſein freundliches Licht auf den ſorgfältig gebohnten Fußboden. Vorhänge von uraltem weißem Zitz, mit einem rothen Muſter in chineſiſchem Geſchmack, und über der Thür Schäferſtücke im Geſchmack Wateau's gaben dem

Gemach ein gar heiteres Ausſehen. Eine Uhr von mattwei⸗ ßem Sevres⸗Porcellan, grün ausgelegte Geräthe von Roſen⸗ holz von bauchiger, gewundener und geſchnörkelter Form voll⸗ endeten die Ausſtattung dieſes Gemaches.

Der Mann, welcher die Getraideproben ſortirte, war Herr Dupont, Verwalter des Gutes und Schloſſes Cardoville. Als das Unwetter immer forttobte und der Wind ſich wiederholt bald in dem Kamin verfing, bald die Fenſter erſchütterte, ſagte ſeine Frau: „Heilige Mutter Gottes, was iſt das für ein Wetter! Der Herr Rodin, deſſen Ankunft uns der Intendant der Frau Fürſtin von St. Dizier meldet, hat ſeinen Tag übel gewählt.“

„Es iſt wahr,“ erwiederte ihr Mann; „einen ſolchen Orkan hab ich noch nicht oft gehört. Wenn Herr Rodin noch nie das Meer in ſeiner Wuth geſehn hat, ſo kann er heute an dieſem Schau⸗ ſpiel ſeine Augen weiden.“

„Was mag wol der Herr Rodin hier wollen?“ fragte die Alte.

„Ich weiß es wahrlich nicht,“ antwortete der Mann. „Der Intendant der Fürſtin ſchreibt mir, ich ſolle Herrn Rodin mit der größten Rückſicht behandeln und ihm gehorchen, wie meiner Herrſchaft. Herr Rodin wird ſich nun zu erklären haben, und meine Sache wird es ſeyn, ſeine Befehle zu vollziehen, da er von der Frau Fürſtin kommt.“

„Genau genommen, müßte er von Fräulein Adriane kom⸗

men,“ meinte Frau Dupont. „Denn ihr gehört das Gut ſeit

dem Tod ihres Vaters, des Herzogs.“ Freilich. Aber die Fürſtin iſt ihre Tante, und der In⸗ tendant der Fürſtin beſorgt die Geſchäfte des Fräuleins.

a8 alſo Jemand von dieſer oder von kommen, S.