bis zur Aufopferung. Vaterland und Familie kennen ſie nicht. Sie hängen lediglich von einer finſteren unſichtbaren Macht ab, deren Geboten ſie blindlings gehorchen und in deren Namen ſie ſich über die Länder verbreiten, um Leichen zu machen. *)
Während die drei Würger bei ihrer Lampe in Gedanken über den todverbreitenden Wanderer verſunken waren, funkel⸗ ten draußen am nächtlichen Himmel die Sterne, und zuweilen regte ſich ein Lüftchen in den glänzenden Blättern der Palm⸗ und Bananenbäume. Der Mond warf fortwährend ſein weißes Licht und bläuliche Schatten auf die Trümmermaſſe und in die Säulenhalle, auf deren linken Seite der noch erhaltene Koloß ſtand. Das Fußgeſtell dieſes Koloſſes ruhte auf großen Stein⸗ platten, welche unter dem Geſträuch halb verborgen waren. Plötzlich ſchien eine dieſer Steinplatten zu verſinken. Dies geſchah ohne Geräuſch. Aus dem entſtandenen Loche kam ein holländiſcher Soldat bis zum halben Leibe zum Vorſchein, ſah ſich aufmerkſam um und horchte. Als er draußen auf dem Gras den Schimmer der Lampe bemerkte, welche in der Hütte brannte, wandte er ſich um und gab ein Zeichen. Zwei an⸗ dere Soldaten kamen zum Vorſchein, ſtiegen mit ihm in größ⸗ ter Stille behutſam die letzten Stufen der unterirdiſchen Treppe herauf und ſchlichen durch die Halle. Einige Augenblicke ſah man ihre Schatten. Dann verſchwanden ſie hinter verfallenen Mauern Die dicke Steinplatte nahm wieder ihre alte Stelle ein, und ehe ſie ſich ſchloß, konnte man in dem Loch die Köpfe mehrer andern Soldaten bemerken.
Sechstes Kapitel. Ser Hinterh
Die Worte des Hindu über den geheimnißvollen Gang der Cholera hatten in dem Meſtizen Faringhea finſtere Ge⸗
3 Siehe die Anmen am Schluß des Bandes.


