Teil eines Werkes 
2. Band (1844)
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Freiheit geſetzt worden. Der General Simon war ſtets in der Nähe des Gefängniſſes geblieben, in welchem der Sohn ſeines Freundes Kadſcha Sing eingeſchloſſen war, und beglei⸗ tete ihn nach ſeiner Freilaſſung vom indiſchen Feſtlande nach Batavia. Hier, als an dem Geburtsort ſeiner Mutter, wollte Dſchalma die beſcheidene Erbſchaft ſeiner Vorfahren von mütterlicher Seite antreten. Der General war erſtaunt und zugleich erfreut, unter den Beſtandtheilen dieſer Erbſchaft wichtige Papiere und eine Medaille zu finden, welche ganz der von ſeiner Frau beſeſſenen glich. Nicht nur ergab ſich hieraus eine Verwandtſchaft zwiſchen ſeiner Frau und Dſchal⸗ ma's Mutter, ſondern die Entdeckung verſprach auch dem Königsſohne für die Zukunft große Vortheile. Simon ließ ſeinen Zögling zu Batavia zur Beendigung einiger Geſchäfte und ging nach der benachbarten Inſel Sumatra, wo er ein Schiff zur ſchnellen Ueberfahrt nach Europa zu finden hoffte. Er wollte, daß um jeden Preis der indiſche Königsſohn am 13. Februar 1832 zu Paris wäre. Fand er ein Schiff, wie er es ſuchte, ſo wollte er ohne Verzug ſeinen jungen Freund abholen. Dſchalma wartete nun von Tag zu Tag auf die Rückkehr des Generals und war jetzt auf dem Weg nach dem Hafen von Batavia, wo er den Freund ſeines Vaters auf dem Paketbovt von Sumatra ankommen zu ſehen hoffte. Hier möchte der Ort ſeyn zu einem Rückblick auf die Ver⸗ gangenheit Dſchalma's. Nach dem frühen Tod ſeiner Mutter einfach erzogen, hatte er ſchon als Kind ſeinen Vater auf die

großen Tigerjagden begleitet, welche ſo gefährlich ſind wie

Schlachten. Den Kinderjahren kaum entwachſen, war er mit in den Krieg gegen die Engländer gezogen. Bei dieſem Leben in den heimathlichen Bergen und Wäldern und in ſteten Gefechten, hatte ſeine kräftige Natur ſich rein erhalten, und der ihm gegebene Beiname, der Hochherzige, war wohl verdient. Er war Fürſt im wahren Sinne des Wortes. Während ſeiner Gefangenſchaft hatte er durch ſeine ſchweig⸗ ſame Würde ſeinen engliſchen Wächtern Ehrfurcht eingeflößt. Nie hatte er der ſchlechten Behandlung eine Klage oder einen

Vorwurf entgegengeſetzt. Bis dahin an das patriarchaliſche oder kriegeriſche Leben der Gebirgsleute ſeiner Heimath ge⸗ wöhnt, welches er nur während einiger Monate mit dem