Schleuder. Er ſah auf, erblickte vor ſich den Würger und fühlte zugleich, wie ein Strick ihm dreimal um den Hals fuhr. In der nächſten Sekunde ſchlug die Bleikugel wider ſeinen Hinterkopf und betäubte ihn ſo, daß er lautlos tau⸗ melte. Der Würger riß an dem Strick. Der Sklave ſank auf die Knie und zappelte mit den Händen, während ſein braunes Geſicht blauſchwarz wurde. Der Würger riß ihn völlig nieder und zog den Strick dermaßen an, daß das Blut aus der Haut des Halſes ſpritzte. Noch einige Zuckungen, und der Sklave hatte geendet.
Während dieſes kurzen, aber ſchrecklichen Todeskampfes kniete der Mörder vor ſeinem Opfer und beobachtete mit ſtarren, glühenden Augen ſeine leiſeſten Zuckungen. Er ſchien in die Wonne einer grauſamen Luſt verſenkt zu ſeyn. Seine Nas⸗ löcher dehnten ſich aus, die Adern ſeiner Schläfe und ſeines Halſes ſchwollen an, und daſſelbe Grinſen, wie beim Anblick des ſchlafenden Dſchalma, zeigte ſeine ſchwarzen, ſpitzen Zähne, die wider einander klapperten. Als der Sklave ſich nicht mehr
regte, kreuzte er die Arme auf der Bruſt, ſenkte den Kopf und murmelte geheimnißvolle Worte, die einem Gebet glichen. Hierauf ſtierte er wieder den Leichnam an mit demſelben Blick, welchen die Hyäne oder die Tigerkatze von oben herab auf ihre Beute wirft, bevor ſie dieſelbe verzehrt. Vald jedoch erinnerte er ſich, daß er über dieſer genußvollen Beſchauung ſeine eigentliche Aufgabe verſäumte. Er machte den Strick vom Hals des Ermordeten los, wickelte ihn wieder um ſeinen Leib, ſchleifte den Leichnam aus dem Weg und verſteckte ihn unter einem Binſenbuſch, ohne ſich damit aufzuhalten, ihm die ſilbernen Ringe abzunehmen.
Hierauf kroch er wieder auf dem Bauch an die Hütte Dſchalma's. Er horchte aufmerkſam, zog dann aus ſeinem Gürtel ein, in ein Bananenblatt gewickeltes, Meſſer und machte
einen drei Fuß langen Schnitt. Durch dieſe Oeffnung ſah
nung ſchlüpfte er mit unglaublicher Keckheit in den Ajupa.
in die Matte, welche die Wand bildete, raſch und geräuſchlos er, daß Dſchalma noch feſt ſchlief, und durch dieſelbe Oeff⸗
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