Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
Einzelbild herunterladen

161

hauptſächlich des ſchändlichen Vorſchlags und der ſchreck⸗ lichen Drehung dieſes Menſchen gedachte, der ſie nach ſeiner Rückkehr aus dem Hauſe jagen laſſen und ſie ſo ihrer letzten Hülfsquelle berauben wollte, wenn ſie ſich weigerte, auf ſeine abſcheulichen Anträge zu hören.

Von dieſem Augenblicke der Erwartung an, welche jede Lebensſtunde der Frau des, Deportirten mit Angſt und Entſetzen füllte, wiſſen wir nicht mehr, was ans ihr und ihren Kindern geworden iſt. — — — —

Man wird fragen: Warum haben Sie dieſer trau⸗ rigen, aber wahren Geſchichte keine glückliche Löſung beigefügt?

Wir haben die Erzählung unterbrochen, weil wir einerſeits ihre wahre Weiterentwicklung nicht kennen und weil wir andererſeits hoffen, dem Leſer eine troſtloſe und fürchterliche Ungewißheit begreiflich, ja fühlbar zu machen, die in dieſen Tagen nicht allein auf dieſer Familie, — — — ſondern auf Tauſenden von Familien laſtet, welche das Mißgeſchick in nicht weniger herzzer⸗ reißende, nicht weniger verzweiflungsvolle Verhältniſſe gebracht durch die Deportation oder die Verbannung ihrer Hänpter, — — — dieſer Männer, deren einziges Verbrechen war, eines Tages im Namen des Rechts das Geſetz vertheidigt zu haben.

Ende.