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Verkauf mir anvertraut war, ſowie mit allen Kleinig⸗ keiten in dieſem Geſchäft bekannt zu werden. Am Abende zur Stunde, wo der Laden geſchloſſen wird, war die Dienſtmagd bei ihrer Herrin beſchäftigt und da habe ich ſelbſt den Laden zugemacht. Hierauf ging ich zu Frau Zimmermann hinauf und fragte ſie, ob ſie meine Dienſte nicht mehr nöthig habe; endlich gelangte ich in mein kleines Zimmerchen zurück, wo ich Dir eben ſchreibe, mein Edmund. .
Damit Du mich nun von dort drüben aus hier ſiehſt, will ich Dir in zwei Worten meine Woh⸗ nung beſchreiben. Es iſt ein Dachzimmer; die Wände find mit einer gelben Tapete mit grünen Blümchen aus⸗ geſchlagen; neben der Thüre ſteht eine grau angeſtrichene Kommode und der Thüre gegenüber iſt das Fenſter, unter welchem der Tiſch mit einer Waſchſchüſſel und einem Waſſerhafen ſteht; mein Bett mit eiſernem Geſtell und ohne Vorhänge, ſtebt im Hintergrunde und auf jeder Seite des Bettes öffnet ſich ein Schrank. Es iſt kein Kamin in dieſem Zimmer, aber da ich nur hinein⸗ gehe, um zu ſchlafen, ſo habe ich keineswegs Feuer nöthig.
Du ſiehſt, mein Freund, dieß iſt kein Palaſt Mit welch' ſüßer Sicherheit werde ich indeſſen in dieſem be⸗ ſcheidenen Kämmerlein des Abends einſchlafen! Mit welcher ſüßen Sicherheit werde ich des Morgens wieder erwachen! — — — Endlich bin ich nun für lange Zeit über mein und meiner Kinder Schickſal beruhigt.
Gute Nacht, mein Edmund! Dieſer lange Brief zeigt Dir, wie Du ſiehſt, eine Umgeſtaltung, und eine glück⸗ liche Umgeſtaltung in unſerem Leben an. Mit Ungeduld erwarte ich Deine Antwort, um zu erfahren, ob Du, wie ich hoffe, billigſt, was ich in Betreff unſerer Kinder gethan habe.
Nochmals lebe wohl, ſüßer Freund. Es iſt jetzt Nitternacht und ich fühle mich ein wenig ermüdet; aber
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