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ſagte ſie zu mir, als ob ihr Geiſt ſchon anfinge ver⸗ wirrt zu werden:
„Luiſe — — — biſt Du es?“
„Ja, meine gute Mutter.“
„Höre meine letzten Worte, — — — ſie ſind ernſt. — — — Du und Deine Kinder haben vielleicht viel zu leiden. — — — Luiſe, Du warſt mir ein Engel, — — — verſpreche mir, niemals meinen Sohn anzu⸗ klagen wegen Deinem Unglück und dem Deiner Kinder.“
„O, meine Mutter!“ ſagte ich weinend, „niemals! niemals!“
„Edmund hat ſich der Pflicht geopfert; er hat der Pflicht geopfert, was ihm das Theuerſte war, — — ſeine Familie. Tadle ihn nicht, verherrliche ihn in ſeinen und Deinen Leiden. Ehre ihn, wie ich, ſeine Mutter ihn ſtets geehrt habe. Luiſe, — — — meine zärtliche Tochter, ich“ — — —
Sie hielt inne und machte eine letzte Anſtrengung. Sie bewegte die Hände, die wie ihre Stimme, wie ihr Blick die Kraft verloren, ſchwach um ſich her und murmelte:
„Die Kinder — — — ich will — — die Kinder umarmen, die“ — —
Sie vollendete nicht; ihre Stimme erloſch voll⸗ ſtändig.
Ihr letzter Wunſch, mein Freund, iſt erhört wor⸗ den. Im Augenblicke, als ſie nach den Kindern fragte, trat Albert athemlos herein und rief:
„Mutter, da iſt der Arzt!!“
„Es iſt zu ſpät,“ ſagte ich zu ihm, während ich, in Thränen zerfließend, ihn zum Bette führte. „Küſſe Deine Großmutter zum letzten Male.“
Der arme Knabe warf ſich außer ſich und ſchluch⸗ zend an den Hals unſerer Mutter, der ich auch Julchen herbeiholte, obgleich daſſelbe nicht wußte, was um es her geſchah. Deine Mutter fühlte die beiden Kinder in


