Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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beſorgen ja mich, ich bin eher eine Laſt für ſie — — und ich habe nicht mehr lange zu leben! — — Ich fühle es wohl! Und wenn ſie keinen Vater, keine Mutter, keinen Großvater mehr haben werden, wird man ſie nicht tödten, die kleinen Unglücklichen! So weit iſt es doch noch nicht gekommen, glaube ich! Man wird ſie in die Verwahrungsanſtalt für Bettelkinder ſchicken — — und von dort ins Gefängniß für junge Vagabunden — — wo ſie, wie ſo viele andere, zu ſchlechten Kerlen aus⸗ gebildet werden, — ſie!! (er weint); die armen, lieben Geſchöpfe! Bisher wurden ſie ſo ehrbar, ſo gut erzo⸗ gen, daß es eine Freude war, ſie zu ſehen und zu lieben. —

Kleinhans.

Vater Birnbaum — — habt Mitleiden! Hört mich an! Vater Birnbaum.

Alles, was Ihr mir ſagen könnt und Nichts iſt gleich viel! Ihr zürntet mir gar, daß ich es nicht über das Herz bringen kann, Euch bei einem ſolchen Wetter draußen zu laſſen! Statt ſo ſtarrſinnig, die Nacht auf dem Boden liegen zu bleiben, helft Euch lieber auf, ich werde Euch zu Bette bringen; da könnt Ihr ausruhen und wieder zu Kräften kommen, und wenn Ihr morgen im Stande ſeid zu gehen, kann Euch eines der Kinder in die Mer⸗ gelgrube führen. — — Das iſt ein guter Schlupfwinkel, denn mein armer Sylvan blieb ja auch dort unentdeckt. Auf, Kleinhans! ſeid vernünftig! Ob die Soldaten Euch hier auf der Erde oder im Bette liegend finden! wird man mich nicht ſo wie ſo verhaften, wenn ich einmal ver⸗ haftet werden ſoll! Wenn Ihr aber eine gute Nacht habt ſtatt einer ſchlechten, ſeid Ihr morgen früh im Stande, das Haus zu verlaſſen.

Kleinhans.

Ich muß wohl thun, was Ihr wollt — — ich fühle

mich außer Stand, einen Schritt zu machen; — — ich