Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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Gemeinde ausgetrommelt, daß auf Befehl des Generals

die, welche den Inſurgenten Zuflucht oder Hülfe bieten,

zu zwanzigjähriger Galeerenſtrafe verurtheilt werden; —

— willſt Du mich dem ausſetzen, Kleinhans?“ Vater Birnbaum.

O Gott! — — o Gott! auf die Galeeren gehen, weil man einen Freund bei ſich aufnimmt! Aber — das iſt ja hier ſchlimmer, als bei den Wilden! Kleinhans, der ſich nicht mehr halten kann, zuſam⸗

menſinkt und auf die Thürſchwelle niederfällt.

Ich will Euch nicht in Gefahr bringen. (Mit im⸗ mer ſchwächerer Stimmes) Ich kam nur, um Nachrichten über Sylvan von Euch zu erhalten, — — ſo beunru⸗ higt mich ſein Schickſal. — — Ich habe ihn ſeit der Affaire an der Brücke von Orleans, wo wir zerſprengt wurden, nicht mehr geſehen. — — Lieber ſtürbe ich in dem Dickicht des Waldes oder in einem Graben, als Euch wegen mir ins Unglück zu bringen!

Vater Birnbanm.

O Gott, welches Elend! Ich ſoll Euch auf der Straße ſterben laſſen, Euch — — den Freund meines Sohnes! — — Nein! — und wenn es ſich um meinen Hals handelte, nein! Kommt herein! Kleinhans; kommt herein! — — —

Kleinhans mit erlöſchender Stimme. Ich will Euch nicht in Gefahr bringen; ſagt mir

nur, was aus Sylvan geworden iſt — — — und gebt mir ein wenig Waſſer. — Ich werde — verſuchen — — meinen — — Weg — — fort⸗ — (Er kann nicht

weiterſprechen und wird ohnmächtig.)

Obgleich altersſchwach und vom Kummer niederge⸗ beugt, findet Vater Birnbaum in ſeinem Mitleiden einige Kraſt. Er hebt Kleinhans, deſſen Geſtalt klein und ge⸗ brechlich iſt, vom Boden auf und ſchleppt ihn mit Mühe