Druckschrift 
Johanne und Louise oder Die Familien der Deportirten / von Eugène Sue ; Deutsch von Julius Werner
Entstehung
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Ratapoil.

Mutter Hanne — — wenn ich ſchreie, iſt es das Geſchrei des Adlers, der ſeinen angebeteten Kaiſer ruft. Hanne.

Ach geht und ſchlaft Euern Rauſch aus! Ihr wißt nicht, was Ihr ſchwatzt! — — Meine Mutter hat mir traurige und ſchlechte Geſchichten genug von der Zeit des Kaiſers erzählt. Alle Mütter verfluchten ihn, und ſie hatten nur zu ſehr Recht. Man mußte das letzte Kind, das einem blieb, drei und viermal vom Militär loskau⸗ fen. Gott weiß, wie viel wohlhäbige Bauern, die gute Ländereien und gute ſonnige Rebberge hatten, dadurch an den Bettelſtab gebracht wurden, daß ſie für ihren letzten Sohn zwei und drei Stellvertreter kaufen mußten, damit er nicht, wie ſo viele andere, Kanonenfutter wurde. Daß in vielen Dörfern nur noch Einäugige, Bucklichte und Lahme blieben, iſt bekannt. Das war eine Freude für die heirathsfähigen Mädchen! Da war, wie mir meine Mutter ſagte, in Laferté der kleine Dummdrall der Haupt⸗ hahn im Dorfe, der Angebetete, weil er nur vornen aus⸗ gewachſen war. Laßt mich im Frieden! das Kaiſerthum war die ſchöne Zeit für die Bucklichten!

Sylvan lachend.

Hört Ihr, Vater? So was klügelt nur die Hanne aus. Ratapoil. Donnerwetter! Kann man ſo etwas ſagen! Aber das Kaiſerthum, Mutter Hanne, war — — (ſchluchzend)

— — war — Sylvan. Nun, was war es denn? Ratapoil.

Donnerwetter! nun war eben — war das Kaiſer⸗ Lohanne und Loniſe⸗ 2