Teil eines Werkes 
5. Band (1843)
Entstehung
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mehr zu ertragen ſei, und daß es ſo nicht länger fortgehen könne,“ ſagte die Schweſter. „So lange er hier bleibt, iſt mit den beiden Kindern nichts anzufangen.“

„Ich ſage Euch, er iſt im Stande uns einmal der Polizei anzuzeigen,“ fuhr Nicvlaus fort. „Siehſt Du, Mutter, warum haſt Du mir nicht geglaubt,“ ſetzte er dann mit einem bedeutungs⸗ vollen Blicke auf die Wittwe hinzu, — „Alles wäre vorbei —“

„Es giebt andere Mittel.“

„Jenes iſt das beſte,“ antwortete der Bandit.

„Jetzt — nein,“ entgegnete die Wittwe in ſo beſtimmtem Tone, daß Nicolaus ſchwieg, weil er wußte, daß ſeine Mutter ſo verbrecheriſch oder entſchloſſen war wie er ſelbſt.

Die Wittwe ſetzte hinzu:

„Morgen früh wird er die Inſel für immer verlaſſen.“

„Wie?“ fragten ihre beiden Kinder gleichzeitig.

„Wenn er jetzt kommt, ſo fangt Streit mit ihm an, aber ernſtlich und keck, — ſo wie Ihr es noch nie gewagt habt. — Treibt es im Nothfalle bis zu Thätlichkeiten. Er iſt zwar ſtark, aber Ihr ſeid zwei, und ich werde Euch helfen. — Aber keine Meſſer! kein Blut! Prügelt ihn, aber verwundet ihn nicht!“ „Und nachhet, Mutter?“ fragte Nicolaus.

„Nachher — wird es zu einer Erklärung kommen. — Wir ſagen ihm, er müſſe morgen die Inſel verlaſſen, wenn er nicht alle Tage einen gleichen Auftritt erleben wolle. — Dieſe ewigen

Schlägereien werden ihm das Haus verleiden, ich weiß es. —

Bis jetzt hat man ihn zu ſehr in Ruhe gelaſſen —“

„Aber er iſt dickköpfig und ſtarrſinnig wie ein Pferd; er iſt im Stande, wegen der Kinder hier bleiben zu wollen,“ ſagte die älteſte Tochter der Wittwe. 163