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kunft und den Arbeiten jedes Tages ſich zu beſchäftigen, ſo blei⸗ ben ſie fortwährend und unausgeſetzt die Beute der heftigen See⸗ lenpein.
Sie können beſitzen, was ſich durch Geld erwerben läßt, und wünſchen und erſehnen nun mit unerhörtem Ungeſtüm das, was das Geld allein nicht zu geben vermag.
Der Schmerz Harvilles war verzweifelt, denn er wollte doch eigentlich nur das, was gerecht und geſetzlich iſt, — den Be⸗ ſitz, wenn nicht die Liebe ſeiner Frau.
Bei der beſtimmten und hartnäckigen Weigerung Clemences fragte er ſich, ob die Worte des Geſetzes; „die Frau gehört ihrem Manne“ nicht ein bitterer Spott wären.
An welche Gewalt ſollte er ſich wenden, um die Kälte, den Widerwillen zu bekämpfen, welche ſein Leben in eine lange Strafe verwandelten, da er nur ſeine Frau lieben wollte, konnte und durfte?
Er mußte anerkennen, daß hierin, wie in ſo vielen andern Begebniſſen des ehelichen Lebens, der Wille des Mannes oder der Frau gebieteriſch, ohne daß eine Appellation, ein Zwang möglich iſt, an die Stelle des ſouverainen Willens des Geſetzes tritt.
Auf dieſe Regungen eines machtloſen Zornes folgte eine dü⸗ ſtere Riedergeſchlagenheit.
Die Zukunft laſtete ſchwer und eiſeskalt auf ihm.
Er ahnte, daß der Aerger die Anfälle ſeiner ſchrecklichen Krank⸗ heit noch öfter herbeiführen würde.
„Ach!“ rief er aus, gerührt und verzweifelt zu gleicher Zeit, — „es iſt meine Schuld, meine Schuld! Arme, unglückliche Frau — ich habe ſie hintergangen! Sie kann —, ſie muß mich haſſen,


