Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
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gebracht, ohne daß ein Menſch uns bemerkt hatte. Dann folgte ich Seiner Hoheit nach dem Wohnhauſe des Pflan⸗ zers. Seltſame Kühnheit! Dieſe Menſchen martern ihre Sclaven und gebrauchen nicht die geringſte Vorſicht: ſie ſchlafen bei offenen Thüren und Fenſtern. Wir tra⸗ ten ungehindert in das Schlafzimmer des Pflanzers, welches matt durch eine Nachtlampe beleuchtet wurde. Se. Hoheit weckte ihn und er richtete ſich mit wein⸗ ſchwerem Kopfe auf.

Sie haben heute Abend Gott herausgefordert, Ihnen Ihre Opfer vor ihrem Tode zu entreißen er ent⸗ reißt ſie Ihnen! ſagte Se. Hoheit. Dann nahm er einen Beutel mit 25,000 Franken in Gold, warf ihn auf das Bett des Pflanzers und fügte hinzu:

Hier iſt Ihre Entſchädigung für den Verluſt der beiden Selaben. Ihrer Gewalt, die tödtet, ſetze ich eine Gewalt entgegen, die rettet. Gott mag richten!

Wir verließen das Zimmer, und den Pflanzer, be⸗ täubt und unbeweglich, in dem Glauben zu träumen. Wenige Minuten ſpäter ging unſere Brigg unter Segel.

Es ſcheint mir, lieber Murph, daß Se. Hoheit den Elenden zu reichlich für den Verluſt ſeiner Sclaven entſchädigte, denn eigentlich gehörte ihm doch David nicht mehr an.

Wir hatten ungefähr das berechnet, was die Studien David's gekoſtet hatten und verdreifachten dann ſeinen und Cecilh's Werth als gewöhnliche Selaven. Unſer Verfahren verletzte das Völkerrecht, ich weiß es, aber wenn Sie den ſchrecklichen Zuſtand der Beiden ge⸗ ſehen, wenn Sie die Läſterung gehört hätten, die der Kende ausſtieß, würden Sie zugeben, daß Se. Boheh