Teil eines Werkes 
1. Band (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Wir werden ja ſehen, mein lieber Baron. Ich habe Sie außerdem auf Befehl Sr. Hoheit zu erſuchen, an unſere Hofkanzlei zu ſchreiben und ſie ſchleunigſt um eine beglaubigte Abſchrift von David's Trauſchein zu erſuchen, da dieſer als Hofbeamter Sr. Hoheit in der Schloßkirche getraut iſt.

Wenn wir noch mit dem heutigen Courier ſchrei⸗ ben, können wir die Abſchrift in ſpäteſtens 8 Tagen hier haben.

Als David aus dem Munde Sr. Hoheit von der baldigen Ankunft Cecilh's hörte, wurde er ſichtbar erſchreckt und rief aus: Ich hoffe, daß Ihre Hoheit mich nicht zwingen wird, das Ungeheuer zu ſehen. Sein Sie ruhig antwortete der Fürſt Sie werden ſie nicht ſehen, aber ich brauche ſie zu gewiſſen Zwecken.

David ſchien bei dieſen Worten von einer ſchweren Laſt erlöſt zu werden; trotzdem bin ich gewiß, daß die Erinnerung traurige Gedanken in ihm erweckte.

Armer Mann! ich glaube, er liebt ſie noch immer; ſie ſoll noch ſo hübſch ſein. Reizend! . .. leider zu reizend! Nur das un⸗

erbittliche Auge eines Crevlen würde das gemiſchte Blut an der etwas bräunlichen Färbung der Nägel dieſer Meſtize erkennen. Die erſten Schönheiten des Nordens können keine durchſichtigere Hautfarbe, eine weißere Haut, weichere kaſtanienbraunere Haare haben als ſie. Ich war gerade in Frankreich, als Se. Boheit

on Amerika zurückkam und David und Cecilh mitbrachte;

ich weiß, daß dieſer ausgezeichnete Mann ſeit jener Zeit Se. Hoheit mit der tiefſten Dankbarkeit dient, aber ich