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verleiht dem Kummer Antonines einen gewiſſen traurigen und ſtolzen Zauber. Statt ihre Stirne unter den Schmerz zu beugen, hält ſie dieſelbe mit gerechtem Stolz empor. Ich bin jetzt unbeſorgt um Antonines Zukunft. Auch ſie wird ihr Paradies in ihrer Seele finden, zwar kein irdiſches Paradies, beſäet mit lachenden Wonnen, durchduftet von Blumen, die ſich beim Strahl einer getheilten Liebe erſchloſſen, ſondern ein himmliſches Paradies, eine heitere Einſamkeit, wo ſie ruhig, gefaßt, für im⸗ mer befreit von den Banden dieſer Welt, über welche ſie ſich durch ihre Verzichtleiſtung erhoben hat, das Bewußtſein ihrer Tugend als Troſt und Lohn ha⸗ ben wird.“
„Ja, Sylvia, Du biſt auf immer von den Zwei⸗ feln geheilt, die aus trügeriſchem Schein hervorge⸗ gangen waren. Feſt und geklärt durch die ewige Wahrheit, ſenkt ſich jetzt Dein Blick in den Grund der Seelen und erſchaut ihr wirkliches Weſen. Aber ſieh, wie der Zufall uns bei dieſer Prüfung zu Hilfe gekommen iſt. Haben wir hier nicht drei er⸗ habene Typen für aufopfernde Pflichterfüllung ge⸗ funden: in Herrn Lambert die Aufopferung für die heiligen Pflichten des Gatten, der ſeiner Frau bis ans Ende Schutz ſchuldet; in Antonine den Typus kindlicher, und in Herrn Dubousquet den Typus brüderlicher Aufopferung!“
„Und in Folge eines ſeltſamen Contraſtes ſtellt der Zufall dieſem Typus der brüderlichen Auf⸗ opferung die Ruchloſigkeit des Herzogs della Sorga und ſeines Sohnes Felippe, des würdigen Sohnes und des wuüͤrdigen Gatten der heuchleriſchen Herzogin entgegen. Welche Strafe für dieſe drei


