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„Mein Herr,“ verſetzt das Mädchen mit beben⸗ der Stimme, „ich bedaure Sie betrüben zu müſſen .. . beſonders in dieſem Augenblick. . . wo Sie mir einen Dienſt erweiſen wollen . . . Aber wenn meine Mutter nur erführe, daß ich mit Ihnen geſprochen habe, ſo dürfte ich ihr nie mehr unter die Augen treten. Was das Geld betrifft, das Sie ihr ſchicken wollen, ſo hat ſie uns hundert Mal geſagt, ſie wolle ſich lieber zu Tod arbeiten, als einen Liard von Ihnen annehmen.“
„Ach, das iſt zum Verzweifeln!“ ruft Herr Du⸗ bousquet. „Aber Angeſichts der gegenwärtigen Um⸗ ſtände ſind dieſe Vorurtheile unſinnig, unrecht und.. .“
„Meine Mutter hat keine Vorurtheile, mein Herr,“ verſetzt Toinette raſch; „alle rechtſchaffenen Leute würden eben ſo handeln.“
„Aber Ihr Bruder . . Ihr Bruder . . .“
„Ich will Mama, ohne mich weiter zu erklären, ſchreiben, ſie ſolle ſo bald als möglich jeden wei⸗ tern Verkehr zwiſchen meinem Bruder und dieſem Landry verhindern, weil er ein ſchlechter Kerl ſei, wie ſie ihn nach ſeinem Geſicht beurtheilt habe; aber dieß iſt Alles, was ich Mama ſagen kann.“
„Es ſei ſo, mein Kind,“ verſetzt Herr Dubousquet beſtürzt, „ſchreiben Sie wenigſtens dieſes ſogleich.“
Toinette tritt an den Tiſch, und während ſie ſchreibt, ſagt Herr Dubousquet mit ſchmerzlicher Niedergeſchlagenheit zu ſich ſelbſt:
„Es iſt nun einmal ſo . . . das Verhängniß will es. wie könnte meine Schwägerin meinen Ver⸗ ſicherungen in Betreff dieſes Landry Glauben ſchen⸗ len? Bin ich nicht ſelbſt ein ehemaliger Sträfling?


