Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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„Armes, liebes Kind, Ihre Worte gehen mir tief zu Herzen, aber um Goiteswillen, was kann ich für Sie thun? Sie ſind ohne Zweifel gekom⸗ men, mich um Etwas zu bitten?“

Toinette ſammelte ſich einen Augenblick und ſagt dann nach einer qualvollen Selbſtüberwindung:

„Geſtern Abend habe ich von meinem Herrn er⸗ fahren, daß Sie hier wohnen ich wußte es nicht ich ſprach mit Niemand.“

„Und aus welcher Veranlaſſung hat Ihr Herr von mir geſprochen?“

„Um mir zu bedeuten, daß er mich fortſchicke, und daß ich einen andern Platz zu ſuchen habe.“

Herr Dubousquet ſieht das Mädchen an, wie wenn er dieſe Worte nicht verſtände, und ſagt dann:

„Verzeihen Sie, mein Kind, Sie ſagen, daß Herr von Saint⸗Proſper, als er Sie aus dem Dienſt geſchickt, Ihnen mitgetheilt habe, daß ich dieſes Haus bewohne?“

„Ja, mein Herr.“

„Aber, mein liebes Kind, das iſt ja ganz un⸗ erklärlich. In welcher Beziehung kann denn meine Perſon zu Ihrer Entlaſſung ſtehen?“

6 „Sie Sie Sie ſind die Veranlaſſung azu.“

„Was höre ich?“ ruft Dubousquet ganz betäubt, „um meinetwillen ſchickt Ihr Herr Sie fort?“

„Leider ja mein Herr hat mir geſagt .. .“

„Vollenden Sie.“

„Er könne mich nicht behalten, denn ich ſei...“

„Was denn?“

„Ich ſei die Nichte eines „

Sue, Geheimniſſe d. Kopftiſſens. II. 16