Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Seinem Bruder widmete er eine Art von Anbetun während er jetzt . . .

Der Herzog fügt ſchaudernd hinzu:

Ach es iſt ſchrecklich! Aber noch einmal, was iſt die Urſache dieſer unerklärlichen Veränderung? kannſt Du ſie errathen, Bartolomeo?

Nein, gnädigſter Herr, und um ſo weniger, als der Graf Felippe mir erſt geſtern auf meine Vorſtellungen, wie ſehr die beſagte Veränderung ſeine Familie betrübe, in ſardoniſchem Ton und mit düſterer Miene das ſicilianiſche Sprüchwort entgegen⸗

gehalten hat: Wer Dornen auf einen guten Boden

ſäet, wird Stacheln erndten.

Wer Dornen auf einen guten Boden ſäet, wird Stacheln erndten? wiederholt der Herzog della Sorga mit nachdenklicher Miene; dann fährt er nach einer kurzen Pauſe fort:

Was mag die geheime Bedeutung dieſer Worte ſein? ich beſinne mich vergebens darüber.

Auch ich, gnädigſter Herr, habe ſie nicht zu enträthſeln gewußt.

Sie ſcheinen mir unbegreiflich zu ſein.

Ich habe Felippe um eine Erklärung gefragt, aber er hat mir den Rücken zugekehrt.

Oft habe ich meine Erinnerungen zurückgerufen, um den Zeitpunkt genau zu ermitteln, wo ich dieſe Umwandlung in Felippe's Charakter zum Vorſchein kommen ſah, verſetzt der Herzog della Sorga nach einer neuen Pauſe;ich würde vielleicht irgend ei⸗ nen Vorfall, einen Umſtand entdeckt haben, der mir den Schlüſſel zu dieſem Geheimniß gegeben hätte; allein dieſe Umwandlung iſt langſam, ſtufen⸗