19 8 Leben, finden wenig Freude an Geſellſchaften und
„O, beruhigen Sie ſich, Herr Lambert, Sie ſind bei meinem geehrten Herrn ganz in Familie unter Hausbewohnern.“
„Wie ſo?“
„Herr Wolfrang hegtden ſehr natürlichen Wunſch, die Ehre zu haben, mit ſeinen Herren Hausbewoh⸗ nern Bekanntſchaft zu machen, und er ladet ſie auf heute Abend zu einer kleinen intimen Geſellſchaft ein; ich ſage intim, weil ſie aus wenigen Perſonen beſtehen wird. Es ſind dieß nämlich nur die Be⸗ wohner des Gartenhotels, der Herr Herzog und die Frau Herzogin della Sorga nebſt ihren beiden Söhnen; Sie und Madame Lambert; Herr und Madame Borel nebſt ihrem Sohn, die im erſten Stock wohnen; Herr von Luxeuil und der Graf von Fran⸗ cheville, die im zweiten wohnen; endlich Herr von Suint⸗Prosper, Herr Dubousquet und Fräulein Antonine Jourdan, die im dritten wohnenz im Ganzen vierzehn Perſonen. Sie ſehen alſo, daß es eine wahre Familienſoiree ſein wird. Ueber⸗ dieß wird ſich mein geehrter Gebieter ein Vergnü⸗ gen, was ſage ich? eine Pflicht daraus machen, ſeine Hausbewohner zu befragen, ob ſie ſich wohl bei ihm befinden; ob ſie nicht einige Reclamationen an ihn zu machen, einige Verſchönerungen oder
einige Möbel für ihre Zimmer zu wünſchen haben, denn Herr Wolfrang würde ſehr bedauern, ſolchen Wünſchen nicht zuvorgekommen zu ſein. Aber Sie ſcheinen überraſcht?“


