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Sylvia, daß Du Deiner Verzweiflung nicht nach⸗ geben willſt vor der Prüfung, die ich im Schilde führe.“
„Wolfrang . ..
„Wenn dieſe Prüfung nicht im Stande iſt, Dich zu überzeugen, ſo werde ich Dich überallhin beglei⸗ ten, wohin Du gehen willſt. Biſt Du's zufrieden, Sylvia?“ 4
„Und wann ſoll dieſe Prüfung ſtattfinden?“
„Späteſtens in einem Jahr.“
„In einem Jahr, großer Gott!“
„Dieſer Zeitaufwand iſt unumgänglich nöthig für meinen Plan.“
„Ein Jahr, Wolfrang! . . Und bis da⸗ hin
„Bis dahin werden wir uns in unſere geſegnete Einſamkeit flüchten und daſelbſt von Neuem unſer Leben zwiſchen literariſchen Studien, Künſten und ernſten Betrachtungen theilen; ſo werden wir den Prüfungstag erwarten und Du wirſt vor jedem neuen Schmerz geſichert ſein.“
„Ach, unſer Leben voller Wonne, warum haben wir es aufgegeben, Wolfrang?“
„Weil es auf dieſer Welt Pflichten zu erfüllen gibt, Sylvia; und wie oft habe ich nicht geſehen, daß Du Dich voll Muth dieſen Pflichten weihteſt!“
„Und der ſchwärzeſte Undank hat meine Hinge⸗ bung belohnt.“
„Die Undankbarkeit iſt der Schmelztiegel, worin die Wohlthat geläutert wird, weißt Du das nicht?“
„Nur allzu gut.“
„Gehören wir denn zu denjenigen, welche das


