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„Ich ſpreche wahr . . . ich rufe das Andenken meiner Mutter zum Zeugen auf.“
„Warum kannſt Du mir nicht heute den Beweis geben, den Du mir morgen zu geben verſprichſt, Jeane?“
„Die Nacht rückt vor, guter Vater, die Ereigniſſe des Abends haben Dich ſehr aufgeregt. Ich fühle mich ſelbſt ſehr müde, erlaube, daß wir die Fort⸗ ſetzung dieſes Geſpräches auf morgen verſchieben.“
„Aber dieſer Beweis? Dieſer Beweis, der mir eine ſo große Laſt von der Seele nehmen könnte
kannſt Du mir ihn nicht in wenigen Worten geben?“
„Der Beweis ſoll kein Beweis in Worten, ſon⸗ dern ein Beweis durch die That ſein, mein Vater
morgen wird ihn Dir der Bote von Nantua bringen
„Der Bote von Nantua?“
„Ja, wir haben unſer Gepäck dort gelaſſen. Die Sonne ſtrahlte ſo freundlich; trotz der Kälte fanden wir einen melancholiſchen Reiz darin, den Weg von Nantua hierher zu Fuß zu machen, um uns durch
die Gegend an die ſchönen und lachenden Jahre un⸗
ſerer erſten Jugend zu erinnern.“
„Dieſer Beweis alſo, von dem Du ſagſt und der mich über Deine Zukunft vollkommen beruhigen ſoll?. 0
Du wirſt ihn morgen bei Ankunft des Bo⸗ ten von Nantua erhalten, guter Vater ..
„Deine geheimnißvollen Worte beunruhigen mich und doch muß ich Dir glauben . Du haſt Dich


