48
die Art des Dienſtes ſein würde, den ſie von ihm verlangen wollte.
Er überließ ſich ſeinen Gedanken, indem er an dem Kamine ſeines Salons ſaß, der mit ausgeſuch⸗ ter Eleganz möblirt, mit koſtbaren Bildern und pracht⸗ vollen Vaſen aus Sevres und Sachſen geſchmückt war, in denen ſeltene Blumen prangten und durch die Lichter großer vergoldeter Candelaber beleuchtet wurde; die carmoiſinrothen Damaſtvorhänge kreuzten ſich an den Fenſtern und ihre ſchweren Falten fielen auf einen dicken Teppich von Smyrna herab.
„Es iſt ſeltſam,“ ſagte Richard mit einem melan⸗ choliſchen Lächeln, „ich erwarte ohne das geringſte Herzklopfen eine Frau, die einſt eine der ſchönſten, bezauberndſten Frauen von Paris war und noch ſein muß; ich war leidenſchaftlich in ſie verliebt. Es hing von mir ab, glücklich zu ſein; ich hatte den Muth, auf dieſe berauſchende Hoffnung zu verzichten! Ich bin außerordentlich eiferſüchtig; meine Verbindung mit Dona Juana wäre für mich eine Hölle geweſen
Dieſes bizarre Weſen! Ich werde nie vergeſſen, wie offen ſie vor vier Jahren gegen mich war, da⸗ mals, als ſie im vollen Glanze ihrer Schönheit, ihrer Erfolge, und eines der Idole der großen Welt, in der ſie angebetet wurde, zu mir ſagte:
„Richard, Sie gefallen mir ſehr. Ich will nicht coquett, ſondern offen und ehrlich bis zur Tollkühn⸗ heit ſein . . . Sie könnten auf meine Liebe zählen aber Sie dürften nie auf meine Beſtändigkeit zählen . . . Bedenken Sie das!.
„Ich vedachte das und ſchrat vor dem n von Eiferſuchtsqualen zurück, in den ich blickte .


