ihn noch häufig beſuchte, oft und heftig über die Ent⸗ erbung durch ſeinen Vater beklagt . . .
„Jeder vernünftige Menſch würde wie Herr Du⸗ mirail gehandelt haben . . . Ich kannte die Details dieſer Sache durch den Bevollmächtigten, der mir fünfmalhundert vierzig tauſend Franken, das Erbe der verſtorbenen Madame Dumirail, ſowie dreiund⸗ dreißig tauſend Franken, das Vermögen ihrer Nichte Fräulein Jeane Dumirail, brachte, die ſpäter unter dem Namen Madame San Privato viel genannt wurde.. Mein Gott! wie reizend, wie verführeriſch ſchön war ſie, meine liebe Clientin, denn das war und iſt ſie noch . .. Madame San Privato.“
„Ah,“ verſetzte Herr d'Otremont, deſſen Geſicht einen melancholiſchen und nachdenklichen Ausdruck annahm, „Madame San Privato war drei Winter hindurch die geſuchteſte Frau, die Frau, welche in Paris den Ton angab! Gott weiß, ob die Hälfte der Abenteuer, die man von ihr erzählte, wahr iſt
Aber ſelbſt dieſe Reduction eingeräumt . . unſere diaboliſche Dona Juana, wie man ſie in der großen Welt nannte, hätte, ſagt man, wie ihr Vorbild und Namensbruder Don Juan auf ihren Liebeskalender das erſtaunliche: mil e tre ſchreiben können.“
„Was auf gut Franzöſiſch heißt . . .“
„Tauſend und drei.“
„Tauſend und drei Liebhaber! Entſchuldigen Sie
was man doch für Geſchichten in der großen Welt erfindet . . . Sie ſind wahrhaft unglaublich.“
„Unglücklicherweiſe, mögen ſie noch ſo unglaub⸗ lich ſi die böſe Welt glaubt ſie oder gb ſicht we⸗


