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welchen Glauben ich auch von Ihnen bekommen müßte, Madame, Sie werden mir dieſe Bitte nicht abſchlagen; ſie iſt an ein jedem menſchlichen Weſen heiliges Gefühl gerichtet. Sie werden Maurice ſagen, daß ſeine Mutter mit dem Tode ringt; er wird her⸗ beieilen, und ach! ſie zum letzten Male umarmen. Es iſt kein Augenblick zu verlieren. Madame, ich beſchwöre Sie, haben Sie Mitleid mit uns! .. Dumirail.“
Das Gemüth des Böſewichts, ſagten wir ſpeben, birgt oft wunderliche Geheimniſſe.
Frau von Hansfeld hatte nun ihrerſeits, wie zu⸗ vor San Privato, ihre Schwäche.
Die Courtiſane fand es abſcheulich und nament⸗ lich unnütz, die ſterbende Mutter des letzten Troſtes, ihr Kind zu umarmen, zu berauben, und dann machte ch dieſer Tod Maurice zum Erben eines ziem⸗ h beträchtlichen Vermögens, und die ſchmutzige Habgier Antoinette's, welche zum Voraus ihrer Beute gewiß war, flößten ihr die Art von Wohlwollen ein, zu welchem uns immer ein glückliches Ereigniß ge⸗ neigt macht. Deßhalb ſagte Frau von Hansfeld zu San Privato:
„Mein Freund, ich werde Dir ohne Zweifel ſehr thöricht erſcheinen, aber dieſer Brief rührt mich un⸗ willkürlich.“
„Wirklich?“
„Ja, und ich glaube, es iſt kein Hinderniß vor⸗ handen .
„Maurice von dem Todeskampf ſeiner Mutter zu unterrichten?“ ſagte San Privato mit einem eiſig


