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ten, die ihn begleiteten, und trat allein in ſein Schlafge⸗ mach ein, wo ihn ſein Kammerdiener, Herr Müller, er⸗ wartete, ein erprobter Mann, in jeder Hinſicht würdig des unbegränzten Vextrauens ſeines Herrn.
Es war ungefähr Abends zehn Uhr. Schwarz ge⸗ kleidet, trug Karl Maximilian am Halſe das Collier von Gold und Email des goldenen Vließes und auf ſeiner Weſte das große rothe Band der Ehrenlegion, deſſen Stern, mit Diamanten beſetzt, an der linken Seite ſeines Fracks funkelte. Die Hoheit findet es dem guten Ge⸗ ſchmacke angemeſſen, ſich mit den Inſignien eines franzö⸗ ſiſchen Ordens (unter allen denen, die ſie beſaß), zu wenn ſie einer franzöſiſchen Feierlichkeit bei⸗ wohnte.
Ungefähr ſechsunddreißig Jahre alt, mit einem regel⸗ mäßigen, anmuthigen und zugleich martialiſchen Geſichte, von hohem Wuchſe und äußerſt eleganter Tournure, war Karl Maximilian, wie geſagt, ein ſehr verführeriſcher Mann.
Als die Thüre ſeines Schlafzimmers geſchloſſen war, ging der Prinz in großer Aufregung auf und ab. Nach⸗ dem er Hnt und Handſchuhe Herrn Müller übergeben hatte, der mit einem ehrerbietigen, aber aufmerkfamen Blicke den Evolutionen ſeines Herrn folgte, rief dieſer nach einem Stillſchweigen von fünf Minuten:
„Es iſt entſchieden, wir reiſen morgen nach Deutſch⸗ land ab.“
„Eure Hoheit wird mir wohl in dieſem Falle ihre Befehle geben?“
„Ja, denn je mehr ich darüber nachdenke, deſto mehr ſcheint mir dieſe Abreiſe vernünftig, klng und geſchickt. Ueberdies vermöchte ich mir keinen Zwang anzuthun, und das hieße die Zukunft gefährden. Ich werde alſo ab⸗ reiſen. Was willſt Duſich nehme meinen Rückzug vor dem Feinde, mein armer Müller, doch in der Hoffnung, ſpäter die Offenſive zu ergreifen. Hierin ahme ich der


