XLV.
Der Vetter Rouſſel hatte eine Junggeſellenwohnung in der Rue du Faubourg Saint⸗Honoré inne, unfern von der Cour⸗des⸗Coches, wo ſich die Werkſtätte von Fortuns Sauval befand. Dieſe Wohnung beſtand aus einem Eingange, einem Speiſezimmer und einem Salvn. der einerſeits mit einem Schlafzimmer und andererſeits mit einem Arbeitscabinet, das zugleich die Bibliothek bil⸗ dete, in Verbindung ſtand. Der ehemalige Specerei⸗ händler theilte den Geſchmack der Tante Prudence für alte und gute Bücher.
Gegen ſieben Uhr Abends, an dem Tage nach dem, an welchem Henri von Villetaneuſe von Aurelie als Bräu⸗ tigam angenommen worden war, — ein trauriger Tag, denn er endigte mit dem Krankheitsanfalle von Herrn Jouffroy, ſtand der Vetter Rouſſel in ſeinem durch eine Lampe erleuchteten Salon und gab dem Portier des Hauſes folgende Inſtructionen:
„Gegen halb acht Uhr oder acht Uhr wird eine Dame kommen und nach mir fragen.“
„Gut, Herr Rouſſel.“
„Sie laſſen dieſe Dame heraufgehen, begleiten ſie ins Speiſezimmer, bitten ſie, hier einen Augenblick zu warten, und melden mir ihre Ankunft.“
„Ja, Herr, und wenn andere Perſonen kämen, ſo würde ich ſie nicht heraufgehen laſſen. Das verſteht ſich.“
Die Familie Jouffroy. I. 1


