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druck annahmen; „wenn ich daran denke, daß ich drei Jahre lang jeden Tag die Hand dieſes Mannes in der meinen gehalten — ſeine vom Blute meines armen Erneſt geröthete Hand! wenn ich an die ab⸗ ſcheuliche Heuchelei dieſes Delmare denke, der ohne Gewiſſensbiſſe in unſerm vertrauten Umgange lebte! Fluch über ihn! Gebe der Himmel, daß ich die⸗
ſem Elenden nie in Paris begegne, wohin er gegan⸗
gen, denn ſo alt ich bin, ich könnte mich zu einer Gewaltthat gegen ihn hinreißen laſſen.“
„Großer Gott!“ rief Madame Dumirail, als ſie an Charles Delmare's Verſprechen dachte, dieſen Abend wiederzukommen, wenn er etwas Neues oder Wichtiges in Bezug auf Maurice ihr mitzutheilen hätte. Sie läutete abermals und ſagte zu der als⸗ bald eintretenden Dienerin:
„Joſette, vergeſſen Sie nicht, daß, wenn Herr Charles Delmare hier vorſprechen ſollte, Sie ihn unter keinem Vorwande einlaſſen dürfen. Sie hören? unter keinem Vorwande; Sie werden ihm ſtets ant⸗ worten, wir ſeien ausgegangen.“
„Wie? Madame, den würdigen Herrn Delmare fortſchicken? Ach, nein, ich hätte wirklich nicht den Muth . . . wahrhaftig nicht.“
„In dieſem Falle, wenn Sie ſich einfallen laſſen, meine Befehle nicht zu befolgen,“ verſetzte Herr Du⸗ mirail, „ſo jage ich Sie aus meinem Dienſte!“
„Gottes Güte!“ rief Joſette erſchrocken, „mich aus dem Dienſte jagen, mich auf dem FPflaſter von Paris laſſen! Was ſollte hier aus mir werden, gerechter Himmel! Nur der Gedanke ſchon macht mich ſchauern.“


