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heit von Frau von Hansfeld zu ſein ſchienen, dieſe bezaubernde junge Frau auf einem Divan in einer Haltung voll Anmuth ſitzen ſah, blieb er einen Mo⸗ ment verſteinert, an die Thürſchwelle gefeſſelt, das Auge ſtarr, die Bruſt beklommen, ohne daß er es wagte, einen Schritt zu machen. Er vergaß ſogar in diefem Augenblicke, daß er, da er noch nicht Zeit gehabt hatte, ſich neu kleiden zu laſſen, einen Rock, eine Weſte, Hoſen trug — Alles ſchwarz — welche ſchon alt waren, und die ſeine athletiſche Geſtalt, welche ſich ſeit ihrer Verfertigung noch mehr ent⸗ wickelt hatte, an verſchiedenen Stellen berſten zu machen drohte; ſeine, ziemlich lockere, weiße Hals⸗ binde wand ſich ſtrickartig um ſeinen Hals, und die Verlegenheit, die Schüchternheit machten den Schweiß von ſeiner Stirne und ſeinen purpurrothen Wangen rieſeln.
Richard d'Otremont betrachtete mit einer Art von Neugierde, gemiſcht mit Mitleiden den jungen Provinzialen, den er Anfangs zu ſeinem Freunde und dann zu ſeinem Opfer machen ſollte, wenn er ſich die Gunſt von Antvinette verdienen wollte; trotz des linkiſchen Weſens von Maurice fühlte er ſich bei⸗ nahe gerührt von dem redlichen, unſchuldigen Aus⸗ drucke ſeines männlichen, ſanften Geſichtes, während Frau von Hansfeld den Treuherzigen, mit einem raſchen, durchdringenden, ſichern Blicke meſſend, mit einer Miene grauſamer Befriedigung lächelte.
Dieſe verſchiedenen Zwiſchenfälle der Einführung von Maurice bei Frau von Hansfeld, Zwiſchenfälle, zu deren Beſchreibung wir ſo lange gebraucht haben, trugen ſich beinahe in einem Augenblicke zu, denn nach


