Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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bezeichnen Sie ſich zu gefallen ſcheinen. Zum Glücke bin ich nicht mehr im Alter, um Geſpenſter zu fürchten.

Ich füge bei, mein Herr, daß ich erſtaunt und, ich muß ſagen, entrüſtet war über die unerklärlichen Befürchtungen, die Sie in Betveff der Zukunft mei⸗ ner Richte kundgaben, einzig und allein, weil ihre Hochzeit um einige Zeit verſchoben wird, und ſie Madame Dumirail nach Paris begleiten ſoll.

Es iſt möglich, daß Ihnen die gefährlichen Succeſſe Ihrer Jugend das Recht gegeben haben, an gewiſſen Frauen zu zweifeln; doch es finden ſich Andere, welche ihre angeborene Reinheit, ihre enge⸗ liſchen Tugenden vor Ihrem Argwohn hätten ſchützen müſſen. Meine Richte gehörte zu dieſen, mein Herr, und ich bemerke mit Schmerz nur zu ſpät, daß ihre Unſchuld und ihre Reinheit, die Sie beſſer, als irgend Jemand, der unter uns lebt, hätten ſchützen müſſen, ihr keine Gnade in Ihren Augen erworben haben.

Ich frage Sie endlich, mein Herr, mit welchem Rechte maßen Sie ſich an, ſich in die zukünftige Lei⸗ tung einer Perſon zu miſchen, die Ihnen durchaus fremd iſt?

Sie ſcheinen mich verantwortlich für ich weiß nicht welche Unglücksfälle zu machen, mein Herr, deren Opfer meine Tochter ſein könnte? Erfahren Sie, daß ich die Verantwortlichkeit für meine Hand⸗ lungen auf mich nehme; ſie entſpringen nur aus meinem Gewiſſen: es iſt rein und ruhig.

Noch ein Wort, mein Herr. Glauben Sie mir, weit entfernt, die Folgen des edlen Ehrgeizes zu fürchten, welchen ich für meinen Sohn fühle, und