Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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von Herrn und Madame Dumirail, von Maurice und Jeane ſein.

Madame San Privato, da ſie für den Erſolg ihrer Rache die Nothwendigkeit, Gefühle denen entge⸗ gengeſetzt, von welchen ſie erfüllt war, zu heucheln . einſah, ſchien ſich zu ſammeln, und nach einigen Mi⸗ nuten eines Stillſchweigens, nur unterbrochen durch den ſonoren, langſamen, abgemeſſenen Schritt der beſchlagenen Ochſen, welche vollends auf dem Fels⸗ geſteine die letzten Abhänge des Gebirges erſtiegen, ſagte Madame San Privato mit gerührtem Tone:

Weißt Du, mein Freund, woran ich dachte?

Nein.

Ich ſagte mir, im Ganzen ſeiſt Du der Beſte der Brüder.

Der Beſte ich weiß es nicht . . das weiß ich aber, daß ich für Dich, Armande, eine aufrichtige Zuneigung hege . . . und gerade deshalb . . . ein wenig ſtreng . . .

Das iſt wahr . . doch, Dank ſei es Deiner Strenge, fange ich an zu glauben, daß Du mich wi⸗ der meinen Willen glücklich machen wirſt . . . Indem ich weiter über Deine nachdenke, bin ich genöthigt, anzuerkennen . . .

Daß ſie Gutes haben?

Viel.

Und Du nimmſt ſie an?

Mein Herz ſagt ja . . . die Nothwendigkeit ſagt ja wie könnte ich nein ſagen 2

Du hörſt alſo auf die Stimme der Vernunft, auf die Stimme unſerer Zärtlichkeit; Du biſt vor Di ſelbſt gerettet! rief Herr Dumirail mit innigem Er⸗